GDV: Blitze verursachen höhere Sachwertschäden

Höhere Kosten

Ein Blitz- und Überspannungsschaden hat die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im vergangenen Jahr im Schnitt rund 840 EUR gekostet. Dies geht aus der am 25.6.2018 vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) vorgestellten, auf vorläufigen Zahlen beruhenden "Blitz-Bilanz 2017" hervor.

Steigerung um 45 %

Damit lag der Durchschnittsschaden laut GDV um 70 EUR höher als im Jahr zuvor. Der seit einigen Jahren zu beobachtende Trend zu höheren Schäden habe sich weiter fortgesetzt. Im Vergleich zu 2013, als ein Blitzeinschlag im Schnitt noch Sachwerte von 580 EUR zerstörte, gab es eine Steigerung um 45 %. Als einen Grund hierfür gibt der GDV an, dass immer mehr Häuser mit hochwertiger Gebäudetechnik wie Heizungs- oder Jalousiensteuerungen ausgestattet seien, die durch Blitzeinschläge zerstört werden könnten.

300.000 Schäden

Insgesamt betrug die Entschädigungsleistung 2017 den Angaben des GDV zufolge unverändert rund 250 Millionen EUR. Die Zahl der regulierten Blitz- und Überspannungsschäden ist währenddessen um 20.000 auf etwa 300.000 gesunken. Ein Blitzschaden kostet im Schnitt 800 EUR.

Richtiger Versicherungsschutz

Nach einem Blitzeinschlag übernimmt die Wohngebäudeversicherung Schäden am Dach, Mauerwerk oder Überspannungsschäden an fest eingebauten elektrischen Installationen wie Heizungssteuerungen. Gedeckt sind auch Aufräumarbeiten und die Sicherung des Grundstücks. Schäden an beweglichem Eigentum in der Wohnung oder im Haus trägt die Hausratversicherung. Dazu zählen etwa Computer, Fernseher oder andere technische Geräte.

Policen prüfen

85 % der rund 17 Millionen Wohngebäude in Deutschland sind gegen Blitz und Überspannung versichert. Von den 26 Millionen Hausratversicherungsverträgen beinhalten rund 83 % diesen Schutz. Überspannungsschäden sind in neuen Policen in der Regel eingeschlossen, bei älteren Verträgen lässt sich das ergänzen.

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