Leitsatz (redaktionell)

1. Verbessert ein Arbeitgeber die betriebliche Altersversorgung nur für solche Arbeitnehmer, die nach einem bestimmten Stichtag in den Ruhestand treten, so verstößt eine solche Regelung dann gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn die Wahl des Stichtags auf unsachlichen oder sachfremden Gründen beruht.

2. Inwieweit finanzielle Erwägungen für die Wahl des Stichtages bestimmend waren, muß der Arbeitgeber darlegen. Er ist insoweit in seiner unternehmerischen Entscheidung frei. Seine Begründung ist aber von den Gerichten daraufhin zu überprüfen, ob sie von einem zutreffenden Sachverhalt ausgeht und dem wahren Beweggrund entspricht.

 

Normenkette

BGB §§ 157, 242

 

Verfahrensgang

LAG Bremen (Entscheidung vom 05.12.1973; Aktenzeichen 2 Sa 36/73)

 

Fundstellen

BAGE 26, 178-187 (LT1-2)

BAGE, 178

DB 1974, 1822

NJW 1975, 78

ARST 1975, 120-121 (LT1)

BetrAV 1974, 212

SAE 1975, 90-93 (LT1-2)

AP § 242 BGB Ruhegehalt (LT1-2), Nr 165

AR-Blattei, ES 1350 Nr 134

AR-Blattei, Ruhegeld (-gehalt) Entsch 134

EzA § 242 BGB Ruhegeld, Nr 33

MDR 1974, 963

PersV 1975, 107-110 (LT1-2)

RiA 1974, 238

VersR 1975, 530-532 (LT1-2)

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