Arbeitslosengeld II (Berück... / 3.5 Betriebliche Altersvorsorge/"Riester-Rente"

Ansprüche aus einer betrieblichen Altersvorsorge (z. B. Direktversicherung oder Pensionsfonds) sind immer anrechnungsfrei, weil der Betreffende über diese Ansprüche nicht verfügen kann.

Anrechnungsfrei ist zudem Vermögen, das staatlich gefördert wird (sog. "Riester-Rente"). Es bleibt zusätzlich zu den vorgenannten Altersvorsorgevermögen in vollem Umfang geschützt.[1]

Als Schonvermögen freigestellt sind dabei allerdings nur die geförderten Altersvorsorgeaufwendungen (Beiträge und Zulagen, jedoch keine freiwilligen Höherzahlungen) und die daraus folgenden Erträge. Seit 2008 betragen die steuerbegünstigten Höchstbeträge 2.100 EUR.[2]

 
Praxis-Beispiel

Berechnung des Vermögensfreibetrags

 
1. Vermögen
Alleinstehender (50 Jahre)

20.750 EUR
Grundfreibetrag (50 x 150 EUR) 7.500 EUR
+ Zusatzfreibetrag (1 x 750 EUR) 750 EUR
+ Altervorsorgevermögen (50 x 750 EUR) 37.500 EUR
Vermögensfreibetrag 45.750 EUR
   
2. Vermögen
Ehepaar (beide 40 Jahre), 2 Kinder (10 Jahre, 16 Jahre)

43.200 EUR
Grundfreibetrag Eltern (2 x 40 x 150 EUR) 12.000 EUR
+ Grundfreibetrag Kinder (2 x 3.100 EUR)
Der Grundfreibetrag für die Kinder kann aber nur angesetzt werden, soweit die Kinder jeweils Vermögen in dieser Höhe haben. Hat ein Kind höheres Vermögen, wird dieses nicht bei den anderen Angehörigen angerechnet, sondern das Kind scheidet ganz aus der Bedarfsgemeinschaft aus.[3] Hat das Kind niedrigeres Vermögen, erhöht die Differenz den Freibetrag der Eltern nicht.
6.200 EUR
+ Zusatzfreibetrag (4 x 750 EUR) 3.000 EUR
+ Altersvorsorgevermögen Eltern (2 x 40 x 750 EUR) 60.000 EUR
Vermögensfreibetrag 81.200 EUR

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