AGS 12/2018, Musielak/Voit, Kommentar zur Zivilprozessordnung und zum Gerichtsverfassungsgesetz

Von Prof. Dr. Hans-Joachim Musielak und Prof. Dr. Wolfgang Voit. 15. Aufl., 2018. Verlag Franz Vahlen, München. XL, 3.359 S., 169,00 EUR

Der Musielak/Voit hat sich mit seinen zwischenzeitlich 15 Auflagen zu einem Standardwerk unter den ZPO-Kommentaren etabliert. Sein Bestreben ist es, in erster Linie dem in der forensischen Praxis tätigen Juristen eine Hilfestellung zu geben. Diesem Anspruch wird die Kommentierung in allen Punkten gerecht. Daher orientiert sich die Kommentierung auch weniger an wissenschaftlichen Streitfragen als an den Fragen, die die tägliche Gerichtspraxis betreffen. Bevorzugt orientiert sich die Kommentierung daher an der höchstrichterlichen Rechtsprechung. Neben der ZPO werden auch weitere wichtige Gesetze – zum Teil auszugsweise – mitkommentiert, so ZPO, VermVV, SchuFV, SchuVAbdrV, UNÜ, EuÜ, EUMahnVO, EuGFVO, EGZPO, GVG, EGGVG, MediationsG, EuGVVO, EuZustVO, EuBewVO und AVAG. Eingearbeitet ist insbesondere das Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in der Justiz und zur weiteren Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs. Auch die durch Gesetz vom 28.4.2017 eingeführte Möglichkeit der Errichtung von Spezialkammern bei den Landgerichten für Bank- und Finanzgeschäfte, Bausachen und Arzthaftungssachen ist berücksichtigt. Darüber hinaus galt es wieder, umfangreiche Rechtsprechung einzuarbeiten. In seiner Stofffülle und lückenlosen Kommentierung ist dieses Werk nicht zu schlagen und aus der anwaltlichen und gerichtlichen Praxis nicht wegzudenken. Besonders hervorzuheben ist die klare Strukturierung der Kommentierungen mit ihren Zwischenüberschriften, die die Nutzbarkeit des Werkes deutlich erhöht und den sofortigen Zugriff auf das konkrete Problem ermöglicht. Wer in seiner Praxis vor prozessuale Probleme gestellt wird, findet hier stets eine Lösung. Dabei beschränkt sich das Werk auch nicht nur auf die reine zivilprozessuale Kommentierung, sondern gibt auch stets Praxishinweise zu den anfallenden Gerichts- und Anwaltsgebühren.

Autor: Norbert Schneider

Norbert Schneider

AGS 12/2018, S. III - IV

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