A. Verordnung über energies... / § 31 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

1Diese Verordnung tritt am 1.10.2007 in Kraft. 2Gleichzeitig tritt die Energieeinsparverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 2.12.2004 (BGBl I S. 3146) außer Kraft.

Anlage 1 (zu den §§ 3 und 9) Anforderungen an Wohngebäude

1 Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs und des spezifischen Transmissionswärmeverlusts für zu errichtende Wohngebäude (zu § 3 Absatz 1 und 2)

1.1

Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs

Der Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs eines zu errichtenden Wohngebäudes ist der auf die Gebäudenutzfläche bezogene, nach einem der in Nr. 2.1 angegebenen Verfahren berechnete Jahres- Primärenergiebedarf eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Gebäudenutzfläche und Ausrichtung wie das zu errichtende Wohngebäude, das hinsichtlich seiner Ausführung den Vorgaben der Tabelle 1 entspricht.

Soweit in dem zu errichtenden Wohngebäude eine elektrische Warmwasserbereitung ausgeführt wird, darf diese bis zum 31.12.2015 anstelle von Tabelle 1 Zeile 6 als wohnungszentrale Anlage ohne Speicher gemäß den in Tabelle 5.1–3 der DIN V 4701–10 : 2003–08, geändert durch A1 : 2012–07, gegebenen Randbedingungen berücksichtigt werden. Der sich daraus ergebende Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs ist in Fällen des Satzes 2 um 10,0 kWh/(m2·a) zu verringern; dies gilt nicht bei Durchführung von Maßnahmen zur Einsparung von Energie nach § 7 Absatz 1 Nummer 2 in Verbindung mit Nummer VII.1 und 2 der Anlage des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes.

Tabelle 1

Ausführung des Referenzgebäudes

 
Zeile Bauteile/Systeme Referenzausführung/Wert (Maßeinheit)
    Eigenschaft (zu Zeilen 1.1 bis 3)  
1.0 Der nach einem der in Nummer 2.1 angegebenen Verfahren berechnete Jahres-Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes nach den Zeilen 1.1 bis 8 ist für Neubauvorhaben ab dem 1.1.2016 mit dem Faktor 0,75 zu multiplizieren. § 28 bleibt unberührt.
1.1 Außenwand (einschließlich Einbauten, wie Rollladenkästen), Geschossdecke gegen Außenluft Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,28 W/(m2·K)
1.2 Außenwand gegen Erdreich, Bodenplatte, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,35 W/(m2·K)
1.3 Dach, oberste Geschossdecke, Wände zu Abseiten Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,20 W/(m2·K)
1.4 Fenster, Fenstertüren Wärmedurchgangskoeffizient Uw = 1,3 W/(m2·K)
Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung = 0,60
1.5 Dachflächenfenster Wärmedurchgangskoeffizient Uw = 1,4 W/(m2·K)
Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung = 0,60
1.6 Lichtkuppeln Wärmedurchgangskoeffizient Uw = 2,7 W/(m2·K)
Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung = 0,64
1.7 Außentüren Wärmedurchgangskoeffizient U = 1,8 W/(m2·K)
2 Bauteile nach den Zeilen 1.1 bis 1.7 Wärmebrückenzuschlag ΔUWB = 0,05 W/(m2·K)
3 Luftdichtheit der Gebäudehülle Bemessungswert n50

Bei Berechnung nach

DIN V 4108–6 : 2003–06: mit Dichtheitsprüfung
DIN V 18599–2 : 2011–12: nach Kategorie I[2]
4 Sonnenschutzvorrichtung keine im Rahmen der Nachweise nach Nummer 2.1.1 oder 2.1.2 anzurechnende Sonnenschutzvorrichtung
5 Heizungsanlage

Wärmeerzeugung durch Brennwertkessel (verbessert), Heizöl EL, Aufstellung:

  – für Gebäude bis zu 500 m2 Gebäudenutzfläche innerhalb der thermischen Hülle
  – für Gebäude mit mehr als 500 m2 Gebäudenutzfläche außerhalb der thermischen Hülle
Auslegungstemperatur 55/45 °C, zentrales Verteilsystem innerhalb der wärmeübertragenden Umfassungsfläche, innen liegende Stränge und Anbindeleitungen, Standard-Leitungslängen nach DIN V 4701–10 : 2003–08 Tabelle 5.3–2, Pumpe auf Bedarf ausgelegt ­(geregelt, Δp konstant), Rohrnetz hydraulisch abgeglichen
Wärmeübergabe mit freien statischen Heizflächen, Anordnung an normaler Außenwand, Thermostatventile mit Proportionalbereich 1 K
6 Anlage zur Warmwasserbereitung
zentrale Warmwasserbereitung
gemeinsame Wärmebereitung mit Heizungsanlage nach Zeile 5
bei Berechnung nach Nummer 2.1.1:
Solaranlage mit Flachkollektor sowie Speicher ausgelegt gemäß DIN V 18599–8 : 2011–12 Tabelle 15

bei Berechnung nach Nummer 2.1.2:

Solaranlage mit Flachkollektor zur ausschließlichen Trinkwassererwärmung entsprechend den Vorgaben nach DIN V 4701–10 : 2003–08 Tabelle 5.1–10 mit Speicher, indirekt beheizt (stehend), gleiche Aufstellung wie Wärmeerzeuger,

kleine Solaranlage bei AN ≤ 500 m2 (bivalenter Solarspeicher)
  – große Solaranlage bei AN > 500 m2
  Verteilsystem innerhalb der wärmeübertragenden Umfassungsfläche, innen liegende Stränge, gemeinsame Installationswand, Standard-Leitungslängen nach DIN V 4701–10 : 2003–08 Tabelle 5.1–2 mit Zirkulation
7 Kühlung keine Kühlung
8 Lüftung zentrale Abluftanlage, bedarfsgeführt mit geregeltem DC-Ventilator
1.2

Höchstwerte des spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlusts

Ab dem 1.1.2016 darf der spezifische, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust eines zu errichtenden Wohngebäudes das 1,0fache des entsprechenden Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes nicht überschreiten. Die jeweiligen Höch...

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