Rz. 45

Muster 9.1: Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts

Muster 9.1: Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts

 

An das

Amtsgericht

– Familiengericht –

Antrag

auf Erlass einer einstweiligen Anordnung

zur Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts

in der Familiensache

der Frau

– Antragstellerin –

– Verfahrensbevollmächtigte: Rechtsanwältin –

gegen

den Herrn

– Antragsgegner –

– Verfahrensbevollmächtigter: Rechtsanwalt –

Vorläufiger Verfahrenswert: 1.500 Euro

Namens und in Vollmacht der Antragstellerin beantrage ich,

 
  der Antragstellerin im Wege der einstweiligen Anordnung das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das gemeinsame Kind der Parteien, den/die am x geborene(n) x, zu übertragen.

Begründung:

Die Beteiligten sind getrennt lebende Eheleute. Aus ihrer Ehe ist das am x geborene Kind x hervorgegangen. Die Antragstellerin ist mit diesem am x aus der Ehewohnung ausgezogen. Das Sorgerecht steht den Parteien noch gemeinsam zu. Ein Scheidungsverfahren ist noch nicht anhängig. Das Wohl des Kindes erfordert es dringend, der Antragstellerin das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind zu übertragen (§ 1671 Abs. 2 Nr. 2 BGB). Der Antragsgegner hat nach der Trennung wiederholt gegenüber der Antragstellerin geäußert, das Kind sei bei ihm besser aufgehoben als bei ihr und damit gedroht, es bei einem seiner nächsten Besuche bei sich zu behalten. Hierüber ist es in der Folge immer wieder zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen, zum Teil auch in Gegenwart des Kindes.

Die Antragstellerin befürchtet, dass der Antragsgegner seine Drohung wahr macht. Dies entspräche aber nicht dem Wohl des Kindes, sondern würde es – ganz im Gegenteil – erheblich beeinträchtigen:

Die Antragstellerin war schon bisher die Hauptbezugsperson x . Sie lebt in geordneten Verhältnissen x und hat ihre Berufstätigkeit auf eine Teilzeitbeschäftigung reduziert, um ihr Kind intensiv betreuen zu können. Der Antragsgegner kann sich nicht hinreichend um das Kind kümmern, wenn es bei ihm wohnt.x .

Den vorgetragenen Sachverhalt mache ich mit der beigefügten eidesstattlichen Versicherung der Antragstellerin glaubhaft.

Nach alledem erfordert es das Wohl des Kindes, der Antragstellerin bereits mit einer einstweiligen Anordnung das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übertragen.

(Rechtsanwältin)

Anlage: eidesstattliche Versicherung der Antragstellerin vom

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