§ 8 ABC der Forderungspfändung / I. Urlaubsgeld
 

Rz. 1115

Unter Urlaubsgeld versteht man das Entgelt, das vom Arbeitgeber als Zuschuss zu den Mehrkosten des Arbeitnehmers geleistet wird, die durch den Erholungsurlaub entstehen (können). Dieser Anspruch ist grundsätzlich unpfändbar (§ 850a Nr. 2 ZPO), es sei denn, der Rahmen des "Üblichen" wird überstiegen. Üblich in diesem Sinne ist das Entgelt, das vergleichbare Unternehmen zu diesem Zweck gewähren oder welches das § 11 BUrlG bestimmt. Hiernach bemisst sich die Vergütung nach dem durchschnittlichen Verdienst des Arbeitnehmers, den dieser in den letzten 13 Wochen vor Urlaubsantritt erzielt hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes (§ 11 Abs. 1 S. 1 BUrlG). Liegt das Urlaubsgeld über diesem durchschnittlichen Einkommen, ist es in Höhe des das Übliche übersteigenden Betrags pfändbar.

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