Rz. 54

Grds. enden die Pfändungswirkungen, sobald der Schuldner ein neues Arbeits-/Dienstverhältnis mit einem anderen Arbeitgeber/Dienstherrn neu begründet und dadurch ein Drittschuldnerwechsel eintritt (§ 833 Abs. 1 S. 2 ZPO). Zur Ausnahme vgl. § 833 Abs. 2 ZPO. Dies gilt nicht

bei einer Versetzung in ein anderes Amt,
der Übertragung eines neuen Amtes sowie
bei einer Gehaltserhöhung (§ 833 Abs. 1. S. 1 ZPO).
 

Rz. 55

Die Regelung beschränkt das Bestimmtheitserfordernis und bezweckt eine Entbehrlichkeit von Änderungsbeschlüssen. Anzuwenden ist die Regelung für Dienstbezüge von Beamten, nicht hingegen für andere fortlaufende Bezüge nach § 832 ZPO.[110] Sie gilt auch für Privatangestellte und Arbeiter, sofern sie sich in dauernder Anstellung befinden und nicht ausschließlich für den sog. "öffentlichen Dienst".

[110] Thomas/Putzo/Seiler, § 833 Rn 1; Gottwald/Mock, § 833 Rn 3.

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