§ 5 Unterschriften im elekt... / IV. Externe Signatur
 

Rz. 84

Von externen Signaturen spricht man, wenn außerhalb des beA-Systems ein Dokument qualifiziert elektronisch signiert werden soll. Solche externen Signaturen ermöglichen es dem Anwalt, ohne Zugang zum beA seine elektronische Unterschrift als Einzelsignatur zu leisten.

 

Rz. 85

Als Beispiel für die Erstellung einer externen Signatur dient das Programm Governikus Signer. Es gibt darüber hinaus am Markt noch viele weitere Anbieter von externer Signatursoftware, siehe Rdn 34.

 

Rz. 86

Grundsätzlich funktioniert externe Software nach einem ähnlichen Prinzip:

Nach dem Öffnen des Programms wird die zu signierende Datei im Programm geöffnet oder per drag & drop in den Einfügebereich des Signierprogrammes abgelegt.

Es wird sodann die Art der Signatur ausgewählt. So kann z.B. die auch im beA übliche detached (Signatur als gesonderte Signaturdatei erzeugt) gewählt werden (1).

Abb. 9: Signaturart wählen

Die Einstellungen können für zukünftige Anwendungen evtl. gespeichert werden (2).

Es wird die Signaturkarte in das am PC/Notebook angeschlossene Kartenlesegerät eingeführt und das auf der Signaturkarte befindliche Signaturzertifikat in der Signatursoftware eingelesen.

Abb. 10: Signaturzertifikat auswählen

Es erfolgt die Auswahl des Ortes, an dem das Signaturzertifikat ausgelesen werden kann (1). Das Signaturzertifikat wird ausgewählt (2) und die Einstellungen können für zukünftige Anwendungen je nach Software gespeichert werden (3).

Der Speicherort für die Signaturdatei wird bestimmt.
Die Signierfunktion wird durch Klick auf den entsprechenden Button ausgelöst.
Nach Eingabe der Signatur-PIN wird die Signaturdatei im zuvor bestimmten Speicherort abgelegt (i.d.R. im selben Ordner wie das zu signierende Dokument.
 

Rz. 87

Das signierte Dokument und die zugehörige Signaturdatei werden nun als Anhänge einer beA-Nachricht beigefügt und können dann, nach Prüfung der Gültigkeit der Signatur an den Empfänger versendet werden.

 

Rz. 88

Beim Hochladen des extern signierten Dokumentes (1) können im beA durch Auswahl der anzuwendenden Signatur "Externe Signatur verwenden" (4) das signierte Dokument (1) und die zugehörige Signaturdatei (2) in einem Rutsch in die beA-Nachricht übertragen werden. Der Typ des Anhangs wird dabei als Schriftsatz deklariert (3). Voraussetzung für das gleichzeitige Hochladen ist, dass sich beide Dateien (signiertes Dokument und Signaturdatei) im gleichen Verzeichnis befinden.

Abb. 11: Signierte Datei und zugehörige Signaturdatei gleichzeitig aus Verzeichnis hochladen

 

Rz. 89

Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass vom Mitarbeiter alle notwendigen Tätigkeiten im beA selbstständig durchgeführt werden können und sich der Anwalt gar nicht ins beA begeben muss. Was auf KEINEN FALL auf den Mitarbeiter übertragen werden kann, ist das Signieren der Dokumente. Diese Tätigkeit bleibt ausschließlich dem Anwalt vorbehalten. Dies gilt sowohl im beA als auch außerhalb des beA bei der Erzeugung einer externen qualifizierten elektronischen Signatur.

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