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Bekannte Unternehmen der On-Demand-Economy sind Unternehmen wie Uber oder AirBnB. Das Geschäftsmodell fußt auf der Vermittlung von Auftragsverhältnissen über eine Internet-Plattform, wofür die Plattform Provisionen erhält. Vermittelt wird über verschiedene Plattformen die Vermietung von Wohnungen, die Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen, die von Fahrdienstleistungen oder beispielsweise die von Handwerksleistungen. Da es sich vielfach um internationale Unternehmen handelt, die zum Teil sogar börsennotiert sind, wird international diskutiert, ob die Plattformen als Arbeitgeber und die Dienstleistungsanbieter als abhängig Beschäftigte der Plattformbetreiber anzusehen sind. Bei der Vermittlung der Vermietung von Wohnungen wird eine abhängige Beschäftigung in der Regel nicht in Betracht kommen, da eine abhängige Beschäftigung des Vermieters bei der Plattform ausscheidet. In anderen Fällen der Erbringung von Dienstleistungen sind nach Auffassung der Plattformen die "Drittanbieter" unabhängig und bei der Plattform nicht angestellt. Da es unterschiedlichste Fallkonstellationen gibt, wird es für die rechtliche Einordnung sehr auf den Einzelfall ankommen. Gleiches gilt für die etwaige Sozialversicherungspflicht in den Fällen von Crowdworking, wo die zu erbringenden Leistungen für ein Unternehmen auf eine Vielzahl von Personen (Crowdworkern) über das Internet ausgelagert werden.[87]

[87] Vgl. ausführlich Ruland, NZS 2019, 681

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