§ 4 Sachversicherungen / dd) Versicherungssummenmodell/Quadratmetermodell
 

Rz. 124

Nach dem Versicherungssummenmodell ist gem. A § 9 Ziff. 2 VHB eine konkrete Versicherungssumme zu vereinbaren. Dies hat die Schwierigkeit, dass der Versicherungsnehmer den Wert seines Hausrates einschätzen muss, um ihn – zur Vermeidung einer Unterversicherung! – richtig abzusichern.

 

Rz. 125

Häufig vereinbaren die Gesellschaften eine Versicherung nach dem Quadratmetermodell. Nach den diesbezüglichen VHB 2010 QM errechnet sich die Versicherungssumme dann ungeachtet des tatsächlichen Wertes des Hausrates nach der Wohnfläche. Allerdings müssen die Parteien auch hier einen Betrag vereinbaren, der gem. A § 9 Ziff. 2 VHB 2010 QM zur Ermittlung der Versicherungssumme mit der Quadratmeterzahl multipliziert wird. Akzeptiert der Versicherungsnehmer insoweit einen vom Versicherer vorgeschlagenen Betrag, gewährt der Versicherer im Gegenzug unter den Voraussetzungen des A § 9 Ziff. 3 VHB 2010 QM einen Unterversicherungsverzicht. In der Hausratversicherung nach dem Versicherungssummenmodell können die Parteien einen solchen ebenfalls vereinbaren, wobei die Gesellschaften dann bei Vertragsanbahnung zu diesem Zweck meist das Quadratmetermodell anbieten.

 

Rz. 126

Beide Vertragsmodelle sehen in A § 9 Ziff. 3 VHB 2010 bzw. A § 9 Ziff. 4 VHB 2010 QM eine Anpassung der Versicherungssumme und der Prämie anhand des Verbraucherpreisindexes für Deutschland (VPI) vor.

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