Rz. 222

Muster 4.19: Ergänzungsvereinbarung bei weiter bestehendem Inlandsarbeitsvertrag (Zweivertragsmodell)

 

Muster 4.19: Ergänzungsvereinbarung bei weiter bestehendem Inlandsarbeitsvertrag (Zweivertragsmodell)

Zwischen

der xy-GmbH _________________________ (Bezeichnung des Arbeitgebers, Name und Vorname der Vertretungsberechtigten, Adresse)

– Arbeitgeber –

und

Herrn/Frau _________________________ (Vorname, Nachname, Adresse)

– Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin –

wird Folgendes vereinbart:

1. Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin wird von _________________________ bis _________________________ bei _________________________ in _________________________ als _________________________ beschäftigt. Eine Verlängerung dieser Vereinbarung ist im beiderseitigen Einverständnis möglich. Das bisherige Arbeitsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer/der Arbeitnehmerin besteht fort. Der Arbeitsvertrag vom _________________________ wird für die Dauer des Auslandseinsatzes durch die nachfolgenden besonderen Bedingungen abgeändert.
2. Während der Abordnung gem. Ziff. 1 dieser Vereinbarung unterliegt der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin den Weisungen des/der _________________________.
3. Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin erhält zusätzlich zu dem im Arbeitsvertrag vom _________________________ vereinbarten Gehalt eine Auslandszulage von _________________________ EUR. Für die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung ist lediglich das gemäß dem Arbeitsvertrag vom _________________________ geschuldete Gehalt maßgebend. Die Auslandszulage wird jährlich überprüft. Eine Anpassung richtet sich nach der Entwicklung der Lebenshaltungskosten unter Berücksichtigung des jeweiligen Devisenkurses im Entsendungsland. Das gemäß Arbeitsvertrag vom _________________________ geschuldete Gehalt wird entsprechend den vergleichbaren Inlandsgehältern angepasst.
4.

Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin erhält folgende zusätzliche Leistungen:

a) Bekleidungszuschuss in Höhe von _________________________ EUR;
b) Überbrückungsgeld für die ersten zwei Wochen des Auslandsaufenthaltes in Höhe von kalendertäglich _________________________ EUR;
c) Trennungsentschädigung für die Dauer von _________________________ Monaten;
d) Passagekosten für Hin- und Rückreise bei Beginn und Beendigung der Abordnung gemäß der betrieblichen Reisekostenordnung;
e) Kosten einer Hin- und Rückreise nach Deutschland je Kalenderjahr gemäß der betrieblichen Reisekostenordnung;
f) Kosten gem. Ziff. 4. d), e) für Ehegatten und Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr;
g) Umzugs- und Transportkosten einschließlich Transportversicherung in angemessener Höhe. Die Beauftragung des Umzugs- bzw. Transportunternehmens ist mit dem Arbeitgeber abzustimmen. Der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin hat mindestens drei Vergleichsangebote einzuholen, wobei das kostengünstigste Angebot auszuwählen ist;
h) Kosten des Rücktransportes im Falle einer lebensbedrohenden Erkrankung des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin bzw. des Ehegatten oder eines Kindes bis zum vollendeten 18. Lebensjahr;
i) Mietzuschuss in Höhe von _________________________ EUR pro Monat;
j) Erstattung der notwendigen Kosten für die Erstellung der Steuererklärungen in Deutschland und im Entsendungsland.
5.

Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin hat Anspruch auf _________________________ Wochen Urlaub je Kalenderjahr. Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin ist berechtigt, in jedem Kalenderjahr bis zu _________________________ Wochen zusammenhängend in der Bundesrepublik Deutschland zu verbringen. Der Deutschlandurlaub beginnt mit dem Tag nach der Ausreise aus dem Entsendungsland. Er endet mit dem Tag vor der Wiedereinreise in das Entsendungsland.

Finden während des Deutschlandurlaubes geschäftliche Besprechungen auf Veranlassung des Arbeitgebers statt, wird die hierfür aufgewandte Zeit nicht auf den Urlaub angerechnet.

Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin ist verpflichtet, den Zeitpunkt seines/ihres Deutschlandurlaubes jeweils rechtzeitig mit seinem/ihrem Vorgesetzten abzustimmen.

Während der Dauer des Deutschlandurlaubes werden die Auslandsbezüge weiter gezahlt.

6.

Für die Dauer der Abordnung schließt der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin eine Unfallversicherung mit folgenden Deckungssummen ab:

_________________________ EUR bei Tod;

_________________________ EUR bei Vollinvalidität.

Bei Teilinvalidität ermäßigt sich die bei Vollinvalidität zu zahlende Summe entsprechend dem Invaliditätsgrad.

7. Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin ist verpflichtet, die steuerrechtlichen Vorschriften des Einsatzlandes zu beachten und die sich hieraus ergebenden Verpflichtungen zu erfüllen.
8. Der Arbeitgeber ist berechtigt, den Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin auf einem anderen Arbeitsplatz im Beschäftigungsland oder in einem anderen Land einzusetzen, wenn er/sie aus gesundheitlichen Gründen den Anforderungen seines/ihres Aufgabenbereiches nicht gewachsen ist.
9. Diese Vereinbarung tritt am _________________________ in Kraft. Der Arbeitnehmer/die Ar...

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