§ 37 Steuerrecht / e) Nichtzulassungsbeschwerde wegen eines Verfahrensmangels
 

Rz. 211

Die Revision ist auch zuzulassen, wenn ein vom Beschwerdeführer geltend gemachter Verfahrensmangel vorliegt und die angefochtene Entscheidung auf dem Verfahrensmangel beruhen kann, § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO. Ein Verfahrensmangel ist ein Fehler, der dem Finanzgericht bei der Handhabung des Verfahrens unterlaufen ist. Es genügt nicht, dass das Verfahren wegen falscher Anwendung oder Nichtanwendung einer Verfahrensvorschrift fehlerbehaftet ist. Der Mangel muss den materiellen Inhalt der Entscheidung beeinflusst haben können. Die Prüfung, ob das Verfahren mangelhaft ist, ist auf der Grundlage der materiell-rechtlichen Auffassung des Finanzgerichts vorzunehmen. Auch eine Entscheidung, die den Inhalt der dem Gericht vorliegenden Akten offensichtlich nicht berücksichtigt, leidet an einem Verfahrensmangel.

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