Rz. 48

Im Hinblick auf den besonderen Vertrauenscharakter einer Vorsorgevollmacht wird die Wahl des Bevollmächtigten meist auf einen nahen Angehörigen, bei Eheleuten insbesondere auch auf den Ehepartner, fallen. Die Praxis zeigt, dass sich gerade Eheleute oft wechselseitig bevollmächtigen. Dabei erfolgt die Bevollmächtigung des jeweils anderen oftmals nur im Hinblick auf die eigene Bevollmächtigung und ist Ausdruck eines gegenseitigen Vertrauensbeweises.

Zur Dokumentation dieser wechselseitigen Abhängigkeit sowie zur Sicherstellung der inhaltlichen Identität der gegenseitigen Bevollmächtigung können beide Vorsorgevollmachten in nur einer Urkunde zusammengefasst werden. Damit wird jeder Ehegatte sowohl Vollmachtgeber als auch gleichzeitig Bevollmächtigter des jeweils anderen Ehegatten.

Bei dieser Gestaltung muss die Kontinuität der Bevollmächtigung sichergestellt werden. Es ist empfehlenswert, hier im Rahmen einer Doppelbevollmächtigung neben dem jeweiligen Ehegatten auch einen weiteren Mitbevollmächtigten zu benennen.

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