Rz. 161

Gemäß § 1902 BGB vertritt der Betreuer den Betreuten gerichtlich und außergerichtlich. Er hat dabei die Stellung eines gesetzlichen Vertreters.[141] Die Vertretungsmacht besteht für den gesamten zugewiesenen Aufgabenkreis.[142] Erachtet das Betreuungsgericht die Betreuung nur für bestimmte Aufgabenbereiche für notwendig, kann eine Erweiterung der Befugnisse des Betreuers durch eine Vollmachtserteilung erfolgen. Ist der Betreuungsfall jedoch bereits eingetreten, scheitert eine Vollmachtserteilung in der Regel an der mangelnden Geschäftsfähigkeit des Betreuten.

[141] Die Unterscheidung zwischen gesetzlichem Vertreter und staatlich bestelltem Bevollmächtigten findet nicht statt, vgl. insoweit BT-Drucks. 11/4528, S. 135.
[142] Zu den verschiedenen Funktionstypen vgl. Schwab, FamRZ 1992, 499.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge