Rz. 466

Die Anlauffläche einer Kegelbahn muss so rutschfest sein, dass für einen Kegler mit gängigem Schuhwerk die Gefahr eines Ausrutschens nicht besteht. Ist die Anlauffläche einer Kegelbahn nicht rutschfest, sondern glatt – der Grad der Glätte spielt keine Rolle –, ist sie verkehrsunsicher, ganz gleich, worauf die Glätte zurückzuführen ist, ob auf Verwendung ungeeigneten Materials oder auf einen Pflegefehler.[1341] Die Kugellaufbahn darf allerdings glatter sein als die rechts und links davon befindlichen Anlaufbahnen, um einen einwandfreien Lauf der Kegelkugel zu gewährleisten.[1342] Dass die Kugellaufbahn glatt ist, ist den Keglern bekannt; sie können sich darauf einstellen. Die Kegler wissen auch, dass die Kugellauffläche nicht betreten werden soll.[1343] Mit dem Zurückrollen einer Kugel auf die Kugelablage müssen die Kegler rechnen; deshalb müssen sie beim Aufnehmen der Kugel vorsichtig sein.[1344]

[1341] OLG Düsseldorf, Urt. v. 13.2.1973 – 4 U 176/72, VersR 1973, 527 (528).
[1342] LG Frankenthal, Urt. v. 23.2.1973 – 7 O 399/72, VersR 1975, 385 (386); LG Stuttgart, Urt. v. 27.4.1990 – 21 O 57/90, VersR 1992, 211.
[1343] LG Stuttgart, Urt. v. 27.4.1990 – 21 O 57/90, VersR 1992, 211.
[1344] LG Wiesbaden, Urt. v. 4.6.1981 – 2 O 348/80, VersR 1982, 659; LG Detmold, Beschl. v. 27.4.2011 – 10 S 47/11, SpuRt 2012, 122.

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