§ 2 Geschwindigkeitsmessver... / 3. Aufmerksamer Messbetrieb
 

Rz. 65

Der Bediener hat das Messverhalten des Verkehrsüberwachungsgerätes während des gesamten Einsatzes aufmerksam zu verfolgen. Dazu sind die vom Messgerät ermittelten Geschwindigkeitsmesswerte und der Auslösezeitpunkt auf Plausibilität hin zu überprüfen. Hierzu gehört u.a. die Erkennung von Mehrfachreflexionsmessungen.

 

Rz. 66

Besonderheiten einer Messung (z.B. offensichtliche Schrägfahrt, Knickstrahl- oder Doppelreflexion o. Ä.) sind durch den Bediener zu protokollieren und bei der späteren Auswertung der Fotoaufnahmen zu berücksichtigen. Hierzu zählen auch Messungen ohne eine aufmerksame Beobachtung des Messvorgangs.

 

Rz. 67

Bei Fahrzeugstau, haltenden oder langsam fahrenden Bussen oder Lkw im Radarstrahl ist besondere Aufmerksamkeit (z.B. Verdacht auf Messung des Gegenverkehrs) geboten.

 

Rz. 68

Im Zweifelsfall ist der Messbetrieb zu unterbrechen.

Messfotos mit Mehrfachreflexionen dürfen nicht ausgewertet werden.

 

Rz. 69

Sind in einem Fahrzeug zwei Radaranlagen eingesetzt, um Geschwindigkeiten für beide Verkehrsrichtungen zu messen, sind die folgenden Besonderheiten zu beachten:

Der gleichzeitige Betrieb der beiden Anlagen im automatischen Messbetrieb erfordert einen Bediener für jede Anlage.
Steht nur ein Bediener für beide Anlagen zur Verfügung, müssen beide Anlagen in die Betriebsart "manuell" geschaltet werden.

Nur mit der Anlage, für die eine aufmerksame Beobachtung des Messbetriebs gewährleistet werden kann, darf gemessen werden.

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