§ 17 Geltendmachung von Pfl... / c) Muster: Stufenklage auf Auskunft, Wertermittlung, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und Pflichtteilszahlung
 

Rz. 258

Muster 475

 

An das

Landgericht

_________________________

Klage

des _________________________, wohnhaft _________________________

– Kläger –

Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt _________________________

gegen

_________________________, wohnhaft _________________________

– Beklagter –

Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt _________________________

wegen: Auskunft, Wertermittlung, eidesstattlicher Versicherung und Zahlung des Pflichtteils

Vorläufiger Streitwert: _________________________ EUR

Namens und in Vollmacht des von mir vertretenen Klägers erhebe ich Klage gegen den Beklagten und werde in dem zu bestimmenden Termin im Wege der Stufenklage wie folgt beantragen:

1.

Auskunft über den Bestand des Nachlasses des am _________________________ in _________________________ verstorbenen Erblassers _________________________ zu erteilen, und zwar durch Vorlage eines Bestandsverzeichnisses nebst entsprechenden Verträgen und Belegen, welches folgende Punkte umfasst:

alle beim Erbfall vorhandenen Sachen, Immobilen und Forderungen (Aktiva),
alle beim Erbfall vorhandenen Nachlassverbindlichkeiten (Erblasser- und Erbfallschulden),
alle ergänzungspflichtigen Zuwendungen, die der Erblasser zu Lebzeiten getätigt hat, einschließlich Pflicht- und Anstandsschenkungen und ehebezogener Zuwendungen,
alle ungeklärten Zuwendungen und Veräußerungen des Erblassers zu Lebzeiten, deren Umstände es nahelegen, es handele sich wenigstens zum Teil um eine Schenkung,
alle unter Abkömmlingen ausgleichspflichtigen Zuwendungen, die der Erblasser zu Lebzeiten an seine Abkömmlinge getätigt hat,
den Güterstand, in dem der Erblasser verheiratet war.
2. Der Beklagte wird verurteilt, Werte zu allen im Bestandsverzeichnis angegebenen Positionen anzugeben und über den Wert von im Nachlass befindlichem Immobilien- und Betriebsvermögen sowie allen beweglichen Gegenständen ein Sachverständigengutachten vorzulegen.
3. Für den Fall, dass das Verzeichnis nicht mit der erforderlichen Sorgfalt erstellt sein sollte, wird der Beklagte weiterhin verurteilt, an Eides statt zu versichern, dass er den Bestand des Nachlasses und die darin enthaltenen Auskünfte über lebzeitige Zuwendungen und Vorempfänge sowie der Güterstände, in denen der Erblasser gelebt hat, nach bestem Wissen so vollständig angegeben hat, wie er dazu in der Lage war.
4. Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger nach Auskunftserteilung und Wertermittlung einen Pflichtteilsbetrag mit der sich aus der Auskunft ergebenden Pflichtteilsquote nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz seit Rechtshängigkeit der Klage (oder seit Verzugseintritt am _________________________) zu bezahlen.
5. Die Kosten des Rechtsstreits trägt der Beklagte.

Für den Fall der Anordnung des schriftlichen Vorverfahrens beantrage ich schon jetzt den Erlass eines Versäumnisurteils gem. § 331 Abs. 3 ZPO, sobald hierfür die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind.

Begründung: _________________________

(Rechtsanwalt)

 

Rz. 259

 

Hinweis

Besteht auf Beklagtenseite eine Erbengemeinschaft, empfiehlt es sich, den Antrag wie im nachfolgenden Muster zu stellen.

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