§ 13 Unfallmedizin für Anwälte / IV. Weichteilschädigung
 

Rz. 218

Ferner ist der Fall immer darauf zu untersuchen, ob eine Fraktur oder eine Luxation oder aber eine Weichteilschädigung vorliegt. Zudem ist zu prüfen, ob es sich um eine leichte Schädigung oder schwerste Weichteilschädigungen handelt. Generell bedeuten Weichteilschädigungen nicht immer Dauerschäden. Die Prognose ist bei korrekter Therapie oftmals gut, bei schwereren Weichteilschädigungen kann es jedoch zu erheblichen Komplikationen wie Infektionsgefahr, Pseudarthrose, Kompartmentsyndrom, Amputation etc. kommen. Gerade im Bereich der größeren Weichteilschädigungen kann es Probleme geben, wenn der Mandant lange stehen, gehen, heben muss oder schwere Sachen zu tragen hat. Muskeln bauen sich dreimal so schnell ab, wie sie sich aufbauen. Es ist daher auch im Unfallbericht danach zu schauen, ob zum Beispiel Quetschungen oder sogar ein Überrolltrauma vorgelegen haben. Anhaltspunkte dafür bilden Sachverhalte, in denen Motorradfahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger von anderen Fahrzeugen überfahren wurden.

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