§ 13 Testamentsvollstreckung / 2. Verschulden
 

Rz. 261

Der Testamentsvollstrecker haftet aus § 2219 BGB nur bei Verschulden. Verschuldensmaßstab ist dabei § 276 Abs. 1 BGB, also Vorsatz und Fahrlässigkeit. Während – außer der Frage der Beweisführung – die Fälle des vorsätzlichen Handelns unproblematisch sind, ist in den Fällen des Fahrlässigkeitsvorwurfes festzustellen, ob der Testamentsvollstrecker die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat (§ 276 Abs. 1 S. 2 BGB). Beim Testamentsvollstrecker ist dabei nicht auf eine objektive Betrachtung abzustellen, vielmehr ist entscheidend, welche Sorgfalt gerade von diesem Testamentsvollstrecker im Hinblick auf seine Vorbildung, seine berufliche Tätigkeit und sein Alter bei gewissenhafter Amtsführung zu erwarten ist. Verschulden eines Gehilfen hat sich der Testamentsvollstrecker gem. § 278 BGB zurechnen zu lassen. Trifft den Erben bei der Entstehung des Schadens ein Mitverschulden, so vermindert sich die Haftung des Testamentsvollstreckers gem. § 254 BGB.

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