§ 11 Haftungsgefahren für B... / 1. Sicherster Weg
 

Rz. 1823

Der anwaltliche und der steuerliche Berater haben dem Mandanten den sichersten Weg zur Erlangung seiner Ziele zu raten. Das kann bei unsicherer oder zweifelhafter Rechtslage auch der relativ sicherste und ungefährlichste Weg sein. Bei der Auslegung eines unbestimmten Rechtsbegriffs (hier: verdeckte Gewinnausschüttung) besteht eine Hinweispflicht des Steuerberaters auf Risiken für Mandanten. Auch hat der Steuerberater im Rahmen eines körperschaft- und gewerbesteuerlichen Dauermandats die Pflicht, auf Risiken aus einer vGa hinzuweisen. Der Steuerberater, der mit der Vertretung im Verfahren über den Einspruch gegen einen Steuerbescheid beauftragt ist, muss nicht auf mögliche Regressansprüche gegen einen früheren Steuerberater hinweisen.

 

Rz. 1824

Nach dem Gebot des sichersten Weges kann vor einer Anteilsveräußerung (Unternehmensveräußerung) die Einholung einer verbindlichen Auskunft des FA anzuraten sein. Bei Vergleichen besteht die Pflicht zur eindeutigen Formulierung und zur Aufklärung über Inhalt und alle Wirkungen des Vergleichs.

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