Rz. 104

Während der Betreuer als gesetzlicher Vertreter umfangreichen Genehmigungserfordernissen unterworfen ist, handelt der rechtgeschäftlich (Vorsorge-)Bevollmächtigte – mit Ausnahme der §§ 1904, 1906 und 1906a BGB (siehe dazu Rdn 116 ff.) – ohne entsprechende Einschaltung des Staates/Betreuungsgerichts (ganz h.M.).[161]

[161] Bühler, FamRZ 2001, 1585; Demharter, Grundbuchordnung, 31. Aufl. 2018, § 19 Rn 81.4; Müller, DNotZ 1997, 100; Limmer u.a./Müller, WürzbNotar-HdB, Teil 3 Kap. 3 Rn 31; MüKo-BGB/Schubert, § 168 Rn 12. Zimmer, ZfLR 2016, 769 weist im Zusammenhang zu §§ 1822, 1908i Abs. 1 S. 1 BGB darauf hin, dass dies im Hinblick darauf, dass die Vorsorgevollmacht in anderen Bereichen der immerhin der Betreuung gleichgestellt werde (siehe dazu auch § 5 Rdn 5), nicht zwingend sei.

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