§ 1 Versicherungsvertragsrecht / II. Objektive Voraussetzungen
 

Rz. 227

Ausgangspunkt für die Bestimmung der groben Fahrlässigkeit ist die gesetzliche Regelung für einfache Fahrlässigkeit (§ 276 BGB):

Zitat

"Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt".

 

Rz. 228

Der objektive Sorgfaltsmaßstab ist auf die allgemeinen Verkehrsbedürfnisse ausgerichtet; im Rechtsverkehr muss jeder grundsätzlich darauf vertrauen dürfen, dass der andere Vertragspartner die für die Erfüllung der allgemeinen Pflichten erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt.[248] Verletzt ein Versicherter die im Rechtsverkehr allgemein anerkannten und angewandten Sorgfaltspflichten in besonders schwerwiegendem Maße, so handelt er in objektiver Hinsicht grob fahrlässig.

[248] Palandt/Grüneberg, § 276 BGB Rn 15 m.w.N.

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