§ 1 Verkehrszivilrecht / IV. Schadensanmeldung im Totalschadensfall
 

Rz. 38

Muster 1.3: Schadensmeldung im Totalschadensfall

 

Muster 1.3: Schadensmeldung im Totalschadensfall

_________________________ Versicherungs-AG

_________________________ (Anschrift)

Schaden-Nr.: _________________________, Verkehrsunfall vom _________________________

_________________________ (Anrede),

in vorbezeichneter Verkehrsunfallangelegenheit zeige ich kraft anliegender Vollmacht an, dass mich Herr _________________________ (Name), _________________________ (Anschrift), mit seiner anwaltlichen Beratung und Vertretung beauftragt hat.

Der Verkehrsunfall ereignete sich wie folgt:1

Der Mandant ist Eigentümer eines Pkw _________________________ mit dem amtlichen Kennzeichen _________________________.

Am _________________________ gegen _________________________ Uhr befuhr der Mandant die _________________________ in Fahrtrichtung _________________________ (Sachverhaltsschilderung).

Als Zeugen zum Unfallhergang stehen die nachfolgend bezeichneten Personen zur Verfügung:

1. _________________________
2. _________________________

Mithin ist der Unfall von dem Fahrer des bei Ihnen versicherten Fahrzeuges verkehrswidrig und schuldhaft herbeigeführt worden. Für den Mandanten stellt der Unfallhergang ein unabwendbares Ereignis dar.

Der Unfall wurde von der herbeigerufenen Polizei zum Aktenzeichen _________________________ aufgenommen. Sollte die polizeiliche Unfallakte von Ihnen zur abschließenden Sachaufklärung benötigt werden, wäre ich zu den üblichen Gebühren gerne bereit, Ihnen einen kompletten Aktenauszug zur Verfügung zu stellen.

Ausweislich des hier anliegenden Sachverständigengutachtens des Sachverständigenbüros _________________________ (Name) darf ich für den Mandanten nachfolgende Schadenersatzpositionen anmelden (Totalschadensfall):2

 
1. Wiederbeschaffungswert3 _________________________ EUR ./. Restwert4 _________________________ EUR _________________________ EUR5
2. Nebenkostenpauschale für Telefonate etc. _________________________ EUR
3. Abgetretene Sachverständigengebühren _________________________ EUR
4. Nutzungsentschädigung _________________________ Tage á _________________________ EUR
  (14 Tage pauschal + _________________________Tage bis zur Fertigstellung des Gutachtens) _________________________ EUR
5. An- und Abmeldepauschale6 _________________________ EUR
6. Abschleppkosten _________________________ EUR
  Gesamt _________________________ EUR

In diesem Zusammenhang weise ich ausdrücklich darauf hin, dass mir von meinem Mandanten keine Empfangsvollmacht für die Entgegennahme erhöhter Restwertangebote erteilt wurde. Sollte Ihnen zu gegebener Zeit ein solches vorliegen, bitte ich sie, das Angebot unmittelbar an meinen Mandanten zu übersenden.7

Vorliegend ist die Nutzungsausfallentschädigung auch ohne Ersatzbeschaffung auszugleichen, vgl. KG 12. Zivilsenat Urt. v. 1.3.2004 – 12 U 96/03, in DAR 2004, 352 = VersR 2004, 1620. Die Berechnung der Nutzungsausfallentschädigung ergibt sich laut Gutachten aus 14 Tagen pauschal zuzüglich _________________________ Tagen für den Zeitraum vom _________________________ bis zum _________________________, ausgehend vom Zeitpunkt der Beauftragung des Sachverständigen bis zur Erstellung des Gutachtens.8

Bei Personenschäden

Unfallbedingt wurde der Mandant verletzt. Unmittelbar nach dem Unfall begab er sich in das

Klinikum _________________________ (Name), _________________________ (Anschrift)

in ärztliche Behandlung. Die weitere ärztliche Behandlung wurde von

Dr. med. _________________________ (Name), _________________________ (Anschrift)

übernommen. Zur Bestimmung des angemessenen Schmerzensgeldbetrages darf ich Sie bitten, bei den behandelnden Ärzten ärztliche Atteste einzuholen und mir Ablichtungen der Berichte zu übersenden. Die Anmeldung des konkreten Schmerzensgeldbetrages wird sodann erfolgen.

Namens und in Vollmacht des Mandanten habe ich Sie abschließend höflich aufzufordern, Ihre Einstandspflicht aus dem Schadensereignis anzuerkennen und die Regulierungssumme, soweit nicht abgetreten, bis spätestens zum

_________________________ (Datum)

ausschließlich auf das Konto des Mandanten bei der

Bank _________________________, IBAN: _________________________, BIC: _________________________,

zu überweisen, weil andernfalls eine Hebegebühr in Ansatz gebracht werden müsste. Die Rechtsanwaltsgebühren wurden an den Unterzeichner abgetreten.

Nach Fristablauf wird der Mandant gegebenenfalls Kredit in Anspruch nehmen, wenn bis dahin nicht jedenfalls ein angemessener Vorschuss auf die Schadenersatzansprüche des Mandanten zur Verfügung gestellt worden ist.9

Mit freundlichen Grüßen

(Rechtsanwalt)

Anlagen:

– Vollmacht

– Sachverständigengutachten

 

Rz. 39

Erläuterungen der Fußnoten in Muster 1.3

Fußnote 1

Einige Passagen der Anspruchsanmeldung im Reparaturfall sind mit denen bei der Abrechnung auf Totalschadenbasis identisch. Auf die entsprechenden vorhergehenden Ausführungen wird daher verwiesen.

 

Rz. 40

Fußnote 2

Vom Totalschaden spricht man, wenn eine Reparatur des Fahrzeuges aus technischen oder wirtschaf...

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