§ 1 Einführung / 2. Mitverschulden
 

Rz. 3

Anders ist die Situation, wenn mehr als einer der Beteiligten den Unfall verschuldet hat. Haben sich beide Verkehrsteilnehmer z.B. ordnungswidrig verhalten, weil der eine mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs war und der andere seine Wartepflicht verletzt hat, so sieht der Gesetzgeber in § 254 BGB, § 9 StVG und § 17 Abs. 1 StVG eine Haftungsteilung vor. Überquert z.B. ein zwölfjähriger Junge, dem die Gefahren des Verkehrs durchaus bewusst sind, die Straße unachtsam, ohne auf herannahende Kraftfahrzeug zu achten, trifft ihn ein Mitverschulden von 50 %. Diese Abwägung kann sogar dazu führen, dass das Fehlverhalten eines Verkehrsteilnehmers als so gravierend angesehen wird, dass sich der Haftungsanteil des anderen Beteiligten auf Null reduziert.

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