Rz. 30

Muster 1.1: Verbot der privaten Nutzung

 

Muster 1.1: Verbot der privaten Nutzung

Ergänzung zum Arbeitsvertrag vom _________________________

Zwischen Herrn/Frau _________________________ (Arbeitnehmer) und der Firma _________________________ (Arbeitgeber) wird folgende Vereinbarung getroffen:

Eine private Nutzung des betrieblichen Internetanschlusses und des betrieblichen E-Mail-Systems ist nicht gestattet. Der Zugang zum Internet und das Versenden von E-Mails dürfen ausschließlich zu dienstlichen Zwecken erfolgen.

Zur Nutzung des Internets vergibt der Arbeitgeber eine persönliche Zugangsberechtigung (User-ID). Diese User-ID und das zugehörige Passwort dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.

Es dürfen keinerlei fremde Programme über externe Datenträger oder das Internet auf die Festplatte des Computers kopiert bzw. auf dem PC installiert werden. Im Falle des Auftretens eines Computervirus ist dies unverzüglich dem Systemadministrator mitzuteilen.

Für den Fall seiner betrieblichen Abwesenheit hat der Arbeitnehmer eigenverantwortlich eine automatisierte Antwort an den Absender eingehender E-Mails einzurichten, die den Absender über die Abwesenheit des Arbeitnehmers informiert und einen Hinweis auf den zuständigen Vertreter und dessen Telefonnummer enthält.

Der Arbeitgeber ist berechtigt, jede Nutzung von Internet und E-Mail für die Dauer von maximal drei Monaten zu speichern, um die Einhaltung des Verbots der privaten Nutzung entsprechend den vorstehenden Bestimmungen zu überprüfen. Der Arbeitnehmer erteilt insoweit seine Einwilligung in die hiermit verbundene Verarbeitung persönlicher Daten.

Verstöße gegen diese Vorschriften können arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.

Ich bin mit den vorstehenden Verhaltensregelungen einverstanden.

Ort, Datum, _________________________

Unterschriften von Arbeitnehmer und Arbeitgeber _________________________

 

Rz. 31

Muster 1.2: Internetnutzungsrichtlinien bei Verbot der privaten Nutzung

 

Muster 1.2: Internetnutzungsrichtlinien bei Verbot der privaten Nutzung

I. Allgemeines

Für bestimmte PC im Betrieb X besteht ein Zugang zum Internet. Mitarbeiter, die zur Nutzung des Internets berechtigt sind, sind über das Internet von außen erreichbar. Sie können gleichzeitig firmenbezogene Informationen über E-Mail bzw. das Internet an andere Personen innerhalb und außerhalb des Betriebes übermitteln.

Zur uneingeschränkten Nutzung der Kommunikationseinrichtungen müssen Gefahren, die z.B. durch Computerviren entstehen, abgewehrt werden, um die folgenden Sicherheitsanforderungen zu erfüllen:

1. Vertraulichkeit

Jegliche Informationen dürfen nur befugten Personen zugänglich gemacht werden. Eine unbefugte Informationsgewinnung ist nicht erlaubt.

2. Integrität

Eine Änderung von Informationen ist nur durch dazu befugte Personen möglich. Eine Modifizierung von Informationen durch unbefugte Personen findet nicht statt.

3. Authentizität

Kommunikationspartner werden bei der Herstellung und während der gesamten Dauer einer Verbindung zweifelsfrei erkannt.

4. Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit des Kommunikationssystems und der vorhandenen Daten muss jederzeit gewährleistet sein. Auch vorübergehende Beeinträchtigungen sind zu vermeiden.

Zur Gewährleistung dieser Sicherheitsanforderungen müssen diese Benutzerrichtlinien konsequent und gewissenhaft angewendet werden.

Die Kenntnis der nachfolgenden Regelungen und deren Einhaltung ist Voraussetzung zur Gewährleistung und Verbesserung des Sicherheitsniveaus der Firma. Die Benutzerrichtlinien ergänzen die sonstigen Regelungen und Vorschriften für die Anwendung von Informationstechnik und den Umgang mit personenbezogenen Daten.

II. Verantwortung

Jeder berechtigte Nutzer muss in seinem Zuständigkeitsbereich sämtliche Regelungen und Anweisungen einhalten, die der Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit dienen. Vorhandene Zugriffssicherungen und -maßnahmen wie Dokumenten- und Passwortschutz und -verwaltung, Virenschutz etc. sind zu beachten und zweckgemäß zu benutzen.

III. Internetzugang

Die Genehmigung zur Nutzung des Internetzugangs wird durch den zuständigen Vorgesetzten erteilt. Die Schaffung der technischen Voraussetzungen und die Vergabe der Benutzeridentität erfolgt durch den Administrator.

Das Einbringen von Hard- oder Software in das lokale Netz sowie das Ausführen von Programmen oder von ausführbaren Programmcodes und das Herunterladen von Dateien, die aus dem bzw. über das Internet beschafft wurden, ist ohne vorherige Prüfung durch den Administrator untersagt.

Die Einrichtung und der Betrieb eines nicht genehmigten Anschlusses an ein öffentlich zugängliches Netz mittels Modem, ISDN-Karte oder sonstiger Datenübertragungseinrichtungen ist nicht zulässig.

Die Nutzung von Internet- und E-Mail-Diensten ist nur im dienstlich notwendigen Umfang gestattet. Die Nutzung aller über die Aufgabenerfüllung hinausgehenden Dienste ist nicht gestattet. Die Nutzung von Internet und E-Mail für private Zwecke ist untersagt.

Internetdienste, wie z.B. aufwendige Recherchen, sind zu Zeiten...

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