| Arbeits- & Sozialrecht

Low-Performer? Top-Thema zur Kündigung bei Schlechtleistung

Seit einer BAG-Entscheidung aus 2003 ist anerkannt, dass einem Arbeitnehmer gekündigt werden kann, der über einen längeren Zeitraum auffällig schlechte Arbeitsleistungen abliefert. Doch diese Kündigungsvariante ist kein Spaziergang. Ähnlich wie bei der krankheitsbedingten Kündigung, ist durchdachtes Vorgehen nötig, um auf diesem Wege die Trennung zu erreichen.

Low-Performer-Kündigung bei nachhaltig schlechter Arbeitsleistung

Lange Zeit war die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung bei Schlecht- und Minderleistung eines Arbeitnehmers aus Arbeitgebersicht unbefriedigend: Wurde die Probezeit „verschlafen“ oder nur durch gute Selbstdarstellung des Arbeitnehmers erfolgreich  überstanden war der Jammer groß. Zeigte ein vormals tüchtiger bzw. durchschnittlich engagierter und fähiger Beschäftigter plötzlich einen Schwenk zum Schlechteren, war die Lage des Arbeitgebers genauso trostlos: Eine Lohnkürzung war rechtlich kaum zu erreichen und eine Trennung ohne entsprechenden Anlass, etwa eine massive Vertragspflichtverletzung,  kaum durchsetzbar.

 

Minderleistung ist schwer zu definieren und noch schwerer zu belegen

Vor ca. 10 Jahren hat hier das BAG den Weg der Kündigung bei Schlechtleistung aufgezeigt. Allerdings sind hohe Anforderungen an die Darlegung einer solchen Minderleistung geknüpft, wenn ein Arbeitgeber und sein Anwalt mit der  Low-Performer- Kündigung vor Gericht Erfolg haben wollen.

 

Chancen und Risiken beachten

Schon die Wahl der Kündigung - personen- oder verhaltensbezogen? -  wirft Fragen auf, der Fehler- und Schlechtleistungbegriff  nicht minder.

Unser neues Top-Thema zeigt die Marschroute für eine aussichtsreiche Low-Performer-Kündigung auf. Er gibt Hinweise an die Hand, um ihre Chancen realistisch abzuwägen, die notwendigen Voraussetzungen zu beachten und zu dokumentieren und  die Risiken dieser Kündigungsvariante zu minimieren.

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