24.05.2012 | Top-Thema Low-Performer: Kündigung bei Schlechtleistung - Chancen und Risiken

Vorbereitung einer Kündigung

Kapitel
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Dass eine Kündigung wegen Schlechtleistung verhaltensbedingt oder personenbedingt erfolgen kann, macht schon die Vorbereitung schwieriger.

Abmahnung erforderlich?

An dieser Stelle wird nämlich das Dilemma des Arbeitgebers deutlich. Stellt er bei einem Mitarbeiter ein Leistungsdefizit fest, wäre er im eigenen Interesse tunlichst gehalten, die Ursache dafür herauszufinden.

Kann der Arbeitnehmer mehr als er seit einiger Zeit zeigt - liegt also nahe, dass er vorwerfbar schlechte Leistungen erbringt - müsste der Arbeitgeber zunächst Abmahnungen aussprechen.

Liegt eine nicht steuerbare Leistungsreduzierung vor, vornehmlich weil der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr leisten kann, finden die Grundsätze für eine personenbedingte Kündigung Anwendung. Abmahnungen wären dann entbehrlich. Personen- und verhaltensbedingte Kündigungen folgen also unterschiedlichen Regeln.

Wie schlecht ist die Leistung und warum?

Der Arbeitgeber, der eine Kündigung vorbereitet, müsste sich je nach Kündigungsart verhalten und die jeweiligen Voraussetzungen prüfen und deren Erfüllung sicherstellen. Insbesondere muss er den Umfang der Schlechtleistung fassbar machen.

Die Abgrenzung zwischen können und wollen ist in den Fällen der Schlechtleistung besonders schwierig, vermag doch der Arbeitgeber - von nach außen sichtbaren oder bekannten Erkrankungen abgesehen - in der Regel nicht zu erkennen, ob der Arbeitnehmer körperlich oder geistig nicht zur vollen Arbeitsleistung in der Lage ist, oder hingegen ein Motivationsdefizit hat bzw. (sonst) vorwerfbar schlecht arbeitet.

Schlagworte zum Thema:  Verhaltensbedingte Kündigung

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