08.12.2011 | Arbeits- & Sozialrecht

Die "Blaue Karte EU" kommt: Blue Card für ausländische Fachkräfte

Die Weichen für die erleichterte Zuwanderung von Top-Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland sind gestellt. Das Bundeskabinett billigte die Umsetzung der EU-Richtlinie für die sogenannte Blue Card. Sie soll mithelfen, den Fachkräftemangel in speziellen Bereichen abzuwenden.

Für Mangelberufen liegt Gehaltsschwelle niedriger

Der Fachkräftemangel schlägt sich in der Gesetzgebung zunehmend nieder. Nach den Vorgaben der EU, wenn auch etwas verspätet, winkt der Innenminister nun mit einem Entwurf und einer Blaue Karte EU (Blue Card).

Gesucht werden Fachkräfte, bevorzugt solche, die hier schon richtig knapp geworden sind. Je höher das Einstiegsgehalt, desto schneller dürfen sie sich niederlassen.

  • Für rund 60 Mangelberufe in den Sparten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gilt künftig eine Gehaltsschwelle von 33.000 Euro im Jahr.
  • Ab 44.000 Euro dürfen ausländische Akademiker ohne Vorrangprüfung angeworben werden.

 

Nach 3 Arbeitsjahren unbefristete Niederlassungserlaubnis

Sie erhalten dann nach drei Arbeitsjahren eine unbefristete Niederlassungserlaubnis.

Bei Jahreseinkommen von 48.000 Euro und darüber gibt es für die Zuwanderer von Anfang an ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht.

 

Deutschland im Verzug

Deutschland ist mit der Umsetzung der Brüsseler Vorgaben in Verzug. Erst Anfang November hatten sich die Spitzen der schwarz-gelben Koalition darauf verständigt, die Gehaltsschwellen für das Mindesteinkommen von Akademikern aus Nicht-EU-Ländern für eine Aufenthaltserlaubnis zu senken. Derzeit liegt sie bei 66.000 Euro.

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