Covid-19-Pandemie: Wann sind Masken im Betrieb Pflicht?

Auch wenn immer mehr Unternehmen die Arbeit wieder aufnehmen: das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 besteht weiterhin. Deshalb müssen Betriebe Schutzmaßnahmen ergreifen. Doch wann müssen Beschäftigte eine Maske bzw. eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Für die aktuelle Covid-19-Pandemie wurde in Deutschland ein SARS-CoV2-Arbeitsschutzstandard entwickelt. Darin sind Grundsätze formuliert, an denen sich Arbeitgeber orientieren können, um dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) gerecht zu werden. Denn sie sind für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Arbeitnehmer verantwortlich.

Gefährdungsbeurteilung kann für Klarheit sorgen

In bestimmten Branchen gibt es klare Vorgaben, die generell für alle Beschäftigten gelten. So muss z. B. das Personal in der Gastronomie eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. An anderen Arbeitsplätzen, wie zum Beispiel im Homeoffice, besteht dagegen keine Gefahr einer Ansteckung. Eine Maske ist dort überflüssig. Doch wenn es für einen Arbeitsplatz keine eindeutige Vorgabe oder keinen eindeutigen Ausschluss eines Ansteckungsrisikos gibt, ist eine Gefährdungsbeurteilung unumgänglich.

Als Grundsatz gilt: 1,5 m Mindestabstand oder andere Schutzmaßnahmen

Vor einer Ansteckung bei der Arbeit schützt, so ein Grundsatz des neuen SARS-CoV-2-Arbeistsschutzstandards, ein Mindestabstand von 1,5 m. Dieser lässt sich einfacher einhalten, wenn er z. B. durch Markierungen auf dem Fußboden gekennzeichnet ist. Kann der Abstand jedoch nicht eingehalten werden, müssen weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Das kann beispielsweise eine Abtrennung sein, die zwischen den Arbeitsplätzen aufgebaut wird.

Wenn Abstand oder Trennwände nicht machbar sind ...

Kann der Abstand weder durch technische noch durch organisatorische Maßnahmen eingehalten werden, sind von den Beschäftigten je nach Arbeitsplatz Schutzmasken oder Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen. Diese Form der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) muss der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern zur Verfügung stellen, wie Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Fuhlrott in der Deutschen Handwerks Zeitung schreibt. Außerdem ist eine Unterweisung zum Tragen der Masken durchzuführen.

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Schlagworte zum Thema:  Coronavirus, Persönliche Schutzausrüstung