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| Zukunft Personal 2013

Neues aus der Türkei und dem Rest der Welt

In der International Networking Lounge tauschten sich Personaler in informeller Atmosphäre aus.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Austausch mit dem Ausland ist in vielen deutschen Unternehmen ein wichtiges Thema. Die Messe "Zukunft Personal" bot allen Internationalen und denen, die es werden wollen, dafür eine breite Plattform: Bei zahlreichen Veranstaltungen konnten sich die Besucher über internationale HR-Arbeit informieren und selber mitdiskutieren.

Im Fokus stand dabei das Partnerland der diesjährigen Messe, die Türkei. Am ersten Messetag eröffnete Yigit Oguz Duman mit seiner Keynote "Opportunities and Threats of Developing Turkey: Changing HR Rules" die Themenreihe und zeigte, wie viel kreative Energie im Partnerland steckt: Er kleidete seine Power-Point-Präsentation in eine Liebesgeschichte, die augenzwinkernd zu den Arbeitsmarktproblemen der Türkei führte.

Mehr Enthusiasmus und Energie im türkischen Geschäftsleben

"Die Türkei ist attraktiv geworden" – so das Resümee von Suat Bakir aus seinem Vortrag "Bilateraler Austausch von Fachkräften", das deutlich machte, weshalb die Türkei Partnerland der diesjährigen Zukunft Personal war: Rund 5.500 deutsche Unternehmen sind schon in der Türkei aktiv, und laut Bakirs Schätzungen gibt es in Deutschland rund 92.000 türkisch-stämmige Unternehmer. Bakir warb dafür, mehr türkische Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Podiumsdiskussion "Tur(n)key Turkey" zeigte die deutsch-türkische Zusammenarbeit am Beispiel zweier Firmen. Die deutschen Geschäftspartner haben daraus unter anderem die Erkenntnis mitgenommen, dass persönliche Beziehungen im türkischen Geschäftsleben sehr viel wichtiger sind als Power-Point-Folien. Ihr türkischer Geschäftspartner Ufuk Köse sieht im Geschäftsleben der beiden Länder keine großen Unterschiede – außer vielleicht, dass es in der Türkei mehr Enthusiasmus und Energie gebe. "Was gibt’s Neues?", das sei eine Frage, die er von seinen Kunden oft höre. "Türkler farkli kene - Ticken Türken anders?", fragte das Unternehmenstheater Scharlatan in einer humorvollen interaktiven Vorführung. Die Schauspieler brachten kulturelle Missverständnisse auf die Bühne, die Zuschauer konnten dabei die Szenen stoppen und alternative Handlungsweisen vorschlagen.

Internationale Veranstaltungen und Austausch in der Networking Lounge

Neben den Veranstaltungen zum Partnerland gab es zahlreiche weitere Vorträge zu internationalen Themen, etwa über globale HR-Trends und internationales Recruiting. Besonderer Andrang herrschte am ersten Messetag am Meeting Point in Halle 3.1, wo Personaler, Berater und Führungskräfte über weltweites Social-Media-Recruiting diskutierten.

Ein Messe-Highlight war auch in diesem Jahr wieder die International Networking Lounge: Dort konnten sich Personaler aller Nationen jeden Tag von 9 bis 17.30 Uhr in lockerer Atmosphäre treffen. "Dieses Jahr hatten wir schon viele Besucher, unter anderem aus Polen, Tschechien, der Türkei, den USA und Frankreich", so das Zwischenresümee von Loretta Langendörfer von Spring Messemanagement am zweiten Messetag. Ein Thema in den informellen Gesprächen sei die Interkulturalität bei weltweitem Recruiting gewesen, aber auch die Vergleichbarkeit internationaler Hochschulabschlüsse wurde viel diskutiert. Täglich von 10 bis 11 Uhr und von 15 bis 16 Uhr empfingen außerdem Vertreter der internationalen HR-Vereinigung SHRM in der Lounge interessierte Messebesucher, um sie über die Angebote der 172.000 Mitglieder starken Organisation zu informieren und sich mit ihnen auszutauschen.

Haufe Online Redaktion

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