28.09.2012 | Zeitarbeit

BMW will Leiharbeitnehmer fest einstellen

BMW - hier die Produktion in Leipzig - will künftig 3.000 Leiharbeiter übernehmen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Sowohl BMW als auch Lufthansa streiten sich seit Monaten mit den jeweiligen Vertretern ihrer Arbeitnehmer über den Einsatz von Leiharbeitern und deren Übernahme. Nun scheint zumindest beim Autohersteller eine Einigung in Sicht.

BMW will bis Ende 2013 rund 3.000 Menschen in Deutschland neu fest einstellen. Gleichzeitig solle die Zahl der Leiharbeiter in gleicher Höhe verringert werden, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine Vereinbarung zwischen Vorstand und Arbeitnehmern. BMW rang seit langem mit den Gewerkschaften um die Übernahme von Leiharbeitern. BMW hat nach Angaben der IG Metall rund 11.000 Leiharbeiter in Deutschland und damit mehr als die Konkurrenten Audi und Daimler.

Die rund 70.000 BMW-Beschäftigten in Deutschland verpflichten sich im Gegenzug zu mehr Flexibilität. Das Abkommen sieht vor, dass die Arbeitszeitkonten mehr als bisher gedehnt werden können. Das Unternehmen kann somit bei Bedarf Schichten verlängern oder verkürzen, auch Pausen können in Spitzenzeiten gestrichen werden.

Bei Lufthansa beginnt die Schlichtung

Von solchen Ergebnissen ist Lufthansa noch weit entfernt. Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen dem Unternehmen und seinen Flugbegleitern hat jedoch die Schlichtung begonnen. Der als Schlichter eingesetzte Wirtschaftsexperte Bert Rürup traf sich am Donnerstag mit den Tarifpartnern in Bad Nauheim bei Frankfurt.

In der Schlichtung geht es um den Vergütungstarifvertrag für die rund 18 000 Flugbegleiter der Lufthansa Passage. Neben Fragen der Leiharbeit ist die Tarifstruktur bei Einführung der von Lufthansa geplanten Billigfluglinie unter dem Dach der Tochter Germanwings ein Konfliktpunkt.

Schlagworte zum Thema:  Leiharbeit, Flexibilität, Zeitarbeit

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