16.06.2011 | Personalszene

Was Personalmanager an ihren Kollegen am meisten stört

Besonders empfindlich reagieren die deutschen Finanz- und Personalexperten bei Mitarbeitern, die ungenau arbeiten oder sich offensichtlich mit fremden Federn schmücken. Dies belegt eine aktuelle Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half.

Welche Eigenschaften der Kollegen letztlich nerven, ist ganz unterschiedlich. Aber kommt eine delegierte Aufgabe fehlerhaft und unvollständig zurück oder sind notwendige Informationen nur ungenau ausgearbeitet, könnte jeder dritte deutsche Personal- und Finanzmanager an die Decke gehen. Denn so stellt die erhoffte Entlastung doch wieder Mehrarbeit dar und der eigene Zeitplan läuft aus dem Ruder.

Ärgerlich ist es auch, im Team-Meeting die eigene Idee aus einem anderen Mund zu hören. Nahezu jeden fünften Finanz- und Personalprofi nervt es, wenn sich Kollegen mit fremden Federn schmücken. Doch hier gibt es Abhilfe: Dem Papageno sollten zukünftig gute Ideen vorenthalten werden. Oder man versorgt ihn nur noch mit Teilinformationen und bringt ihn im nächsten Meeting mit hartnäckigen und detaillierten Fragen ins Schwitzen.

 

Lästerei und auffällig viele Krankheitstage sorgen auch für Unmut  

Aber auch Klatsch und Tratsch geht 14 Prozent der Befragten gehörig auf den Keks. Kommt ein Kollege mit den neuesten Gerüchten, sollte man sich also zurückhalten und auf keinen Fall mitreden. Sonst gehört man schnell selbst zum Kreis der Lästerer. Besser ist es, ein Zeichen zu setzen und an jeder Geschichte etwas Positives zu finden und es auszusprechen.

Weitere 12 Prozent der befragten Personal- und Finanzexperten stören sich daran, wenn andere auffällig regelmäßig krank sind. Eine Kollegin lässt sich jeden zweiten Freitag krank schreiben? Vielleicht sorgen bereits am Donnerstag ausgesprochene Genesungswünsche dafür, dass sie dieses Mal gesund bleibt.

 

Für ein besseres Miteinander Probleme offen und ehrlich ansprechen

„Letztlich ist es immer ratsam, Schwierigkeiten offen und ehrlich, aber wertungsfrei anzusprechen. Wer im Büro mit einem Kollegen zu tun hat, der einen mit seiner Art vor die Zerreißprobe stellt, sollte zunächst einmal ein klärendes Gespräch suchen“, erklärt Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International. „Dabei ist es wichtig, einen freundlichen Tonfall zu wählen, keine direkten Vorwürfe zu machen und nicht persönlich zu werden. Schließlich sollte der Andere immer die Möglichkeit haben, sein Gesicht zu wahren. Trotzdem gilt es, klar und deutlich zu sagen, was einen stört. Am besten überlegt man sich vorher, wie man in einem vergleichbaren Fall selbst behandelt werden möchte.“

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