07.07.2011 | Personalszene

Vollzeitbeschäftigung steigt stärker als Teilzeitbeschäftigung

Während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im ersten Quartal 2011 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal stieg, expandierte die Teilzeitbeschäftigung im gleichen Zeitraum mit 1,5 Prozent etwas weniger. Dies geht aus einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Ein Grund, warum die Vollzeitbeschäftigung derzeit kräftiger zunehme als die Zahl der Teilzeitbeschäftigten, sei die gute Konjunktur, von der vor allem die Vollzeitbeschäftigten abhängig seien, so die IAB-Arbeitsmarktforscher Eugen Spitznagel und Susanne Wanger. Letztlich werde im Zuge der anhaltenden wirtschaftlichen Belebung in Deutschland auch insgesamt wieder länger gearbeitet, berichten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher weiter. So lag die tarifliche beziehungsweise betriebsübliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten im ersten Quartal 2011 mit 38,23 Wochenstunden etwas höher als im ersten Quartal 2010. Auch die Guthaben auf den Arbeitszeitkonten nahmen zu. Zudem wurden etwas mehr bezahlte Überstunden geleistet als im entsprechenden Vorjahresquartal.

 

Kurzarbeit ist stark gesunken

Die Zahl der Kurzarbeiter belief sich im Monatsdurchschnitt des ersten Quartals 2011 nur noch auf rund 300.000 Personen – nach 933.000 im ersten Quartal des Vorjahres. Die Krankenstandsquote nimmt seit Mitte des Jahres 2009 tendenziell zu und lag im ersten Quartal 2011 mit rund 4,27 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals (3,77 Prozent).

 

Zahl der Arbeitsstunden gestiegen

Im Ganzen leisteten die Erwerbstätigen dem IAB zufolge im ersten Quartal 2011 im Schnitt 364,5 Arbeitsstunden, das sind 5,1 Stunden oder 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist der Rückgang der Arbeitszeit, der die Wucht der großen Rezession 2008/2009 größtenteils abgefedert hatte, inzwischen nahezu ausgeglichen. So ist die Arbeitszeit im ersten Quartal des Jahres 2011 um gut 11 Stunden länger als im ersten Quartal des Rezessionsjahres 2009.

 

Produktivität je Arbeitsstunde wächst erstmals wieder kräftig

Da auch die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2011 um 1,4 Prozent stieg, nahm das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen um 2,8 Prozent zu und belief sich auf 14,7 Milliarden geleistete und bezahlte Arbeitsstunden. Die Produktivität je Arbeitsstunde erhöhte sich erstmals seit fünf Jahren wieder kräftig und lag um 2,3 Prozent über ihrem Vorjahreswert, denn die gesamtwirtschaftliche Produktion war im ersten Quartal 2011 um 5,2 Prozent größer als im Vorjahr.

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