21.06.2016 | Vergütung

Das verdienten die Dax-Personalvorstände 2015

In der Bilderserie sehen Sie, welcher HR-Vorstand wie viel verdient.
Bild: HeidelbergCement

In der Vergütung der Dax-Personalvorstände 2015 findet auch die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Niederschlag. Das zeigt die Dax-Geschäftsberichtsauswertung der Unternehmensberatung HKP Group.

Die durchschnittliche Gesamtvergütung der obersten Personaler in den Dax-30-Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2015 auf 2,5 Millionen Euro gesunken. Im Jahr 2014 kamen die Personalvorstände der größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch auf ein Jahresgehalt von durchschnittlich 2,8 Millionen Euro. Das zeigt die Dax-Geschäftsberichtsauswertung 2015 – Fokus Personalvorstand der Unternehmensberatung HKP Group. Die Analyse stützt sich auf die quantitativen und qualitativen Angaben der 30 Dax-Unternehmen zu ihrer Vorstandsvergütung.

Das Spitzengehalt in der Personalerwelt: 7,58 Millionen Euro

In den Bezügen der Personalvorstände zeigen sich große Unterschiede: Der Spitzenverdiener unter den Personalern, die nicht gleichzeitig Vorstandsvorsitzende sind, ist Jürgen Götz, Arbeitsdirektor bei Fresenius. Er verdiente im letzten Geschäftsjahr über 7,58 Millionen Euro, exakt 6,854 Millionen Euro mehr als sein Kollege Zhengrong Liu, Arbeitsdirektor bei Beiersdorf. Die weiteren Top-Verdiener unter den Personalvorständen: Dr. Kai Beckmann, Chief Administration Officer bei Merck (5,98 Millionen Euro), Wilfried Porth, Arbeitsdirektor bei Daimler (5,54 Millionen Euro), und die Arbeitsdirektorin bei BMW Milagros Caiña Carreiro-Andree (4,32 Millionen Euro). Am unteren Ende der Gehaltsliste der Personalvorstände finden sich neben Liu die Personalchefin der Deutschen Post, Melanie Kreis (928.000 Euro), und Frank Annuscheit, Chief Operation Officer Human Resources bei der Commerzbank (1,33 Millionen Euro).

Wirtschaftliche Entwicklung schlägt sich in der Vergütung nieder

Die Gesamtbetrachtung zeigt, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr auch in der Vergütung niederschlage, erklärt Regine Siepmann, Senior Manager bei HKP Group. So sei die variable Vergütung der Vorstände der Deutschen Bank infolge der hohen wirtschaftlichen Verluste 2015 komplett entfallen. Auch VW-Personalchef Professor Horst Neumann, der allerdings bereits zum Dezember 2015 aus dem Unternehmen ausschied, musste mit rund 4,16 Millionen Euro Gehaltseinbußen von mehr als einem Drittel im Vergleich zu 2014 hinnehmen. Fast eine halbe Million Euro mehr dagegen gab es infolge des persönlichen Rekordjahres der Lufthansa für ihre HR-Chefin Bettina Volkens.

Gründe für die unterschiedlichen Bezüge der Personalvorstände

Diese Unterschiede lägen, so Siepmann, zum einen in der generellen Gehaltsstruktur des Unternehmens, zum anderen aber auch in personenindividuellen Besonderheiten wie beispielsweise einer individuell herausgehobenen Position im Vorstand, einer langjährigen Vorstandszugehörigkeit oder – im entgegengesetzten Fall – einer Erstbestellung mit reduzierter Eingangsstufe. Auch die unterschiedlichen Ressortzuschnitte begründen Unterschiede in der Vergütung.

Mehr über Zusammenhänge innerhalb der Vergütungsstrukturen und weitere Hintergründe erfahren Sie im Personalmagazin, Ausgabe 7/2016. 

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Schlagworte zum Thema:  Vergütung, Personalvorstand, DAX-Konzerne, Vorstand

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