16.11.2012 | Talent-Management-Gipfel 2012

"HR muss Player werden"

Gefüllte Reihen beim Talent-Management-Gipfel 2012.
Bild: Haufe Online Redaktion

Unternehmenserfolg ist eine Frage der Energie, die die Menschen treibt, und der Rahmenbedingungen, in denen sie ihrer Arbeit nachgehen. Das ist die Botschaft des ersten Talent-Management-Gipfels von Haufe.Umantis. Zweihundert Personalentscheider waren der Einladung nach Heidelberg gefolgt.

Hochkarätige Sprecher aus Forschung und Praxis ließen in der Print Media Academy in Heidelberg keinen Zweifel an der bereichsübergreifenden Bedeutung des Themas Talentmanagement. Dabei auf dem Prüfstand: die Rolle der HR-Abteilung. Denn hier werden nicht nur Mitarbeiter rekrutiert, betreut und entwickelt – zunehmend müssen von dieser Abteilung auch Impulse ausgehen, wie Unternehmen aufgestellt werden, damit sich ihre Mitarbeiter optimal entfalten und im Wettbewerb bestehen können. "HR darf nicht länger Partner sein, sondern muss Player werden", forderte Haufe.Umantis-Geschäftsführer Hermann Arnold in seiner Begrüßung.

Ob Unternehmen erfolgreich sind, ist auch eine Frage der Energie, mit der Mitarbeiter sich für die Unternehmensziele einsetzen. Das zeigte die St. Gallener Personalprofessorin Heike Bruch in ihrem mitreißenden Vortrag auf. Und diese Energie lässt sich analysieren und kanalisieren. Die Herausforderungen, vor denen Talentmanagement steht, wenn Geschäftsmodelle unter Druck geraten, schilderte Dr. Rupert Felder. Der Leiter Personal bei der Heidelberger Druckmaschinen AG beleuchtete das Zusammenspiel von Restrukturierung und Retention-Maßnahmen in seinem Unternehmen.

Dass Rekrutierungserfolge in Zeiten des Fachkräftemangels zunehmend eine Frage der Kreativität und Ansprache auf Augenhöhe der gewünschten Zielgruppe ist, zeigten die Vorträge von Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ), sowie Gero Hesse, Geschäftsleiter der Medienfabrik Embrace und Saatkorn-Blogger. Eine Diskussionsrunde zur Frage "Kuscheln oder Keulen: Was muss Führung heute leisten", interdisziplinär besetzt mit einem Personalentwickler, einem Mediziner, einer Führungskraft und einem Business Coach, verständigte sich schließlich darauf: Führungserfolg ist immer weniger eine Frage von autoritärem oder kooperativem Führungsstil. Vielmehr ist er immer mehr eine Frage der sozialen Architektur, innerhalb derer in Unternehmen gearbeitet und geführt wird. Eigenverantwortung und Selbstorganisation sind dabei Zielpunkte, auf die sowohl die Interessen der Arbeitgeber als auch die Wünsche der Mitarbeiter – darunter besonders der viel zitierten Generation Y – zulaufen. Was eine Personalabteilung, auch um den Preis sich dabei überflüssig zu machen, hierzu beitragen kann, schilderte abschließend der Zürcher Coach und Managementberater Heiko Fischer.

Weiterführende Informationen und Fotos des Kongresses sowie der abschließenden Party "Shake your Talents" finden Interessierte hier.

Schlagworte zum Thema:  Retention, Kongress, Recruiting, Talent Management

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