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Studie: Deutschland kann vom globalen "Braindrain" profitieren

Weltweit würde eine von vier Personen für einen besseren Job ins Ausland gehen, so eine internationale GfK-Studie. Vor allem gut ausgebildete Arbeitnehmer sind auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Für Deutschland könnte das eine Chance bedeuten.

Für das kommende Jahr lasse sich besonders für wirtschaftlich schwache Länder ein sogenannter „Braindrain“, eine Abwanderung von Fachkräften in das Ausland erkennen, sagt Dr. Ingrid Feinstein von GfK Trustmark Deutschland. Allein aus dem Bereich Forschung und Entwicklung beabsichtigt einer von vier Angestellten weltweit einen Arbeitgeberwechsel in den nächsten zwölf Monaten. Deutschland als wirtschaftlich attraktives Land könne von diesem Trend profitieren, wenn die Arbeitgeber in der Lage sind, auch für ausländische High Potentials Anreize zu schaffen, so Feinstein weiter.

Vor diesem Hintergrund müssen Unternehmen sich Gedanken machen, wie sie gerade ihre hochqualifizierten Mitarbeiter besser halten. In den USA sehen sich 47 Prozent aktiv nach einer neuen Arbeitsstelle um. Auch Deutschland weist mit 41 Prozent eine sehr große Quote aus.

Arbeitnehmer in den Länder Belgien (15 Prozent), Schweden und Frankreich (jeweils 22 Prozent) zeigen dagegen eine hohe Verbundenheit zu ihrem Unternehmen.

 

Chance für Deutschland: Starke Mobilität internationaler Fachkräfte

Ein Viertel der befragten Arbeitnehmer (27 Prozent) ist bereit, auf der Suche nach einer besseren Beschäftigung ins Ausland zu gehen.

Die Bereitschaft zu reisen, zeigt sich besonders deutlich unter den 18-29-jährigen Arbeitnehmern (41 Prozent). Weiterhin lässt sich erkennen, dass die Bereitschaft einen Job im Ausland anzunehmen mit dem Grad der akademischen Bildung steigt.

 

Über die Studie

In der GfK International Employee Engagement Survey wurden von Februar bis April 2011 insgesamt 30.556 Arbeitnehmer in 29 Ländern zu Ihrer Identifikation mit dem Unternehmen, ihr Engagement sowie die Bereitschaft, bei dem jeweiligen Arbeitgeber zu bleiben, befragt.

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