25.10.2011 | Personalszene

Studie: Deutsche Unternehmen fördern Innovationen kaum

Ganze 70 Prozent der deutschen Unternehmen zweifeln so lange an Innovationen, bis sie diese entweder aufgeben, oder andere, ausländische Unternehmen ähnliche Innovationen entwickelt haben. Das zeigt eine Studie des Verlags Bussiness Village, der dafür 200 deutsche Unternehmen befragt hat.

Ein Großteil der deutschen Unternehmen wirbt in den Broschüren mit Begriffen, wie innovativ und Innovationsfreundlichkeit. Doch die Wahrheit sieht oft anders aus: Die Studienergebnisse belegen, dass in 80 Prozent der deutschen Unternehmen keine Innovationen gefördert werden. Nur jedes fünfte deutsche Unternehmen fördert Experimente und Innovationen aktiv. 75 Prozent der Unternehmen würden Querdenker, also innovative Arbeitskräfte nicht einmal einstellen. Unternehmen belohnen Mitarbeiter, die Regeln einhalten.

 

Teilweise fatale Folgen für die Wirtschaft

Nicht innovative Unternehmen, was laut der Studie auf immerhin Drei Viertel der deutschen Unternehmen zutrifft, gehen pleite, weil für sie Innovation nicht bedeutet, neue Produkte zu entwickeln und als Pionier auf den Markt zu bringen, sondern bestehende Produkte zu verbessern.

Das hat auch für die Wirtschaft Folgen, denn ausländisch Unternehmen revolutionieren durch Innovationen von Querdenkern ganze Märkte, während deutsche Unternehmen diese Methoden scheinbar gar nicht kennen.

 

Fallbeispiel: DHL Paketstation

Unternehmen, die Ideen konsequent fördern, können große Sprünge machen. "Ob es Research in Motion ist, der Hersteller des Blackberry, Amazon oder Samsung", sagt der Studienleiter Jens-Uwe Meyer, "sie alle setzen auf Prinzipien, die den meisten der von uns befragten Unternehmen nach wie vor fremd sind: Schnell, wendig mit einem hohen Maß an Selbstverantwortung."

In der Studie wird unter anderem das Fallbeispiel der DHL Paketstationen vorgestellt, die von einem kleinen entschlossenen Team an den offiziellen Unternehmensstrukturen vorbei entwickelt wurden.

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