05.07.2011 | Personalszene

Ständige Erreichbarkeit ist für die meisten selbstverständlich

Die Grenzen zwischen Job und Privatleben verschwimmen immer mehr. So sind 88 Prozent der Berufstätigen auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet oder Handy erreichbar, belegt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom.

Zum Vergleich: Vor zwei Jahren gaben erst 73 Prozent der Berufstätigen an, nach Arbeitsschluss erreichbar zu sein. "Eine klare Trennung zwischen Job und Arbeit gibt es für die meisten Berufstätigen nicht mehr", sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Laut Umfrage sind 29 Prozent der Arbeitnehmer jederzeit für berufliche Zwecke telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Weitere 45 Prozent sind nur zu bestimmten Zeiten außerhalb der Arbeitszeiten erreichbar, zum Beispiel am Abend oder am Wochenende. 15 Prozent geben an, dass sie nur in Ausnahmefällen erreichbar sind.

Unterschiede gibt es vor allem bei der umfassenden Erreichbarkeit zwischen Männern und Frauen. So sind 34 Prozent der männlichen Berufstätigen jederzeit erreichbar, gegenüber 24 Prozent der weiblichen.

 

Arbeitgeber sollten klare Vorgaben machen

Aus Sicht des Bitkom sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer klare Vereinbarungen treffen, wann jemand außerhalb der Arbeitszeiten ansprechbar sein sollte. "Es ist grundsätzlich positiv, dass wir immer erreichbar sein können, wenn wir es möchten", so Kempf. "Aber genauso wichtig sind bewusste Kommunikationspausen, um entspannen oder bei Bedarf ungestört arbeiten zu können."

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