20.06.2011 | Personalszene

Spezialisten verzweifelt gesucht

Das Wirtschaftswachstum ist kaum zu bremsen, doch es fehlen immer mehr hochqualifizierte Fachkräfte. So konnten im Mai mehr als 150.000 Jobs für Spezialisten der Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) nicht besetzt werden.

Das sei der höchste Stand seit zehn Jahren, teilten die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Freitag in Berlin mit. Im Februar fehlten noch gut 117 000 Spezialisten.

Nach Angaben von Thomas Sattelberger, Vorsitzender der von BDA und BDI getragenen Initiative "MINT Zukunft schaffen" und Personalvorstand der Deutschen Telekom, sind vor allem Ingenieure gesucht. "Der Arbeitsmarkt ist nahezu leergefegt. Aufträge können nicht angenommen werden, Projekte verzögern sich. Die Folge sind Wertschöpfungsverluste in Milliardenhöhe", sagte er. "Aus Sicht der Unternehmen ist der Fachkräftemangel ein Hauptrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung."

Allerdings seien die Handlungsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft: Die Bildung in den entsprechenden Fächern in Kitas, Schulen und Hochschulen müsse ausgebaut und verbessert werden, forderte er. Außerdem sollten mehr junge Frauen für ein Studium dieser Fächer gewonnen werden.

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