10.02.2012 | Personalszene

Reallöhne im Jahr 2011 leicht gestiegen

Die Reallöhne sind in Deutschland im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich ein Prozent gestiegen. Dies geht aus vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Im Vergleich: 2010 waren die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer um 1,5 Prozent gestiegen, 2009 hingegen um 0,4 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lagen die Nominallöhne 2011 nach bisher vorliegenden Ergebnissen um voraussichtlich 3,3 Prozent über dem Vorjahreswert, die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um 2,3 Prozent.

 

Höhere Nominallöhne durch Abbau der Kurzarbeit

Die Nominallöhne stiegen in der ersten Jahreshälfte 2011 vor allem durch den weiteren Abbau der Kurzarbeit sowie höhere Tarifabschlüsse und Sonderzahlungen stark an. Aus diesen Gründen lagen die Veränderungsraten in den ersten beiden Quartalen 2011 über der Vier-Prozent-Marke und somit auch deutlich über dem Anstieg der Verbraucherpreise.

In der zweiten Jahreshälfte 2011 schwächte sich das Wachstum der Nominallöhne ab. Im dritten Quartal konnte das Plus in Höhe von drei Prozent die Inflationsrate (+ 2,5 Prozent) noch übertreffen. Im vierten Quartal waren die Nominallöhne voraussichtlich um 2,1 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Erstmals seit dem vierten Quartal 2009 hätte damit der Zuwachs der Nominallöhne nicht ausgereicht, um den Anstieg der Verbraucherpreise (+ 2,3 Prozent) auszugleichen.

Aktuell

Meistgelesen