| Preisverleihungen

Best Paper Award 2015 geht nach Münster

Preisträgerin Claudia Kröll (Mitte) mit Prof. Dr. Renate Ortlieb, Universität Graz, und Prof. Dr. Martin Schneider, Universität Paderborn.
Bild: Renate Ortlieb/Karl-Franzens-Universität Graz

Die diesjährige Gewinnerin des Best Paper Awards ist Claudia Kröll von der Universität Münster. Die Nachwuchswissenschaftlerin wurde Ende September in Graz ausgezeichnet. In ihrem Paper untersucht Kröll die Auswirkungen flexibler Arbeitsmodelle auf die Arbeitgeberattraktivität.

Die Preisträger des Best Paper Award werden jährlich von den Herausgebern der Haufe-Zeitschrift "Personal Quarterly" ausgewählt. Ziel des Preises ist es, herausragende Forschungsarbeiten von Nachwuchswissenschaftlern, die eine Relevanz für die Personalpraxis haben, zu fördern.

Diesmal fiel die Wahl der Herausgeber auf Claudia Kröll, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Unternehmensführung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster: Sie konnte mit ihrem Paper "Catch the Graduates. The Effects of Flexible Work Practices on Organizational Attractiveness" überzeugen, das von Professor Professor Stephan Nüesch vom Lehrstuhl für Unternehmensführung betreut wurde.

Die Gewinnerin des Preises, der dieses Jahr bereits zum vierten Mal vergeben wird, erhält ein Preisgeld von 1.000 Euro. Die Preisverleihung fand Ende September im Rahmen des Herbstworkshops am Institut für Personalpolitik der Universität Graz statt. 

Über das Paper: Gleitzeit und Sabbaticals erhöhen Arbeitgeberattraktivität

In ihrem Paper "Catch the Graduates. The Effects of Flexible Work Practices on Organizational Attractiveness" untersucht Kröll anhand zweier Studien, wie Gleitzeit, Homeoffice und Sabbaticals die empfundene Arbeitgeberattraktivität von Arbeitssuchenden beeinflussen.

Dabei stellte sie zwei Hypothesen auf. Erstens: Arbeitssuchende wollen eher in Unternehmen arbeiten, die flexible Arbeitsmodelle anbieten, weil sie erwarten, in diesen Unternehmen allgemein besser unterstützt zu werden.

Zweitens: Die Stärke des positiven Einflusses der flexiblen Arbeitsmodelle auf die antizipierte Unterstützung vom Unternehmen wird durch Faktoren beeinflusst wie dem Geschlecht, dem erwarteten Nutzen der flexiblen Arbeitsmodelle auf die Work-Life-Balance oder den erwarteten Nachteilen auf die eigene Karriere.

Diese Hypothesen wurden sowohl mittels Fragebogendaten von Arbeitssuchenden als auch mittels eines Experiments getestet.

Die Ergebnisse der beiden Studien deuten darauf hin, dass Gleitzeit und Sabbaticals – nicht aber Homeoffice – die Arbeitgeberattraktivität signifikant erhöhen und dass diese Effekte vollständig von der antizipierten Unterstützung vom Unternehmen mediiert werden. Die erwarteten Moderationseffekte werden nicht bestätigt.

Haufe Online Redaktion

Arbeitgeberattraktivität, Employer Branding, Arbeitszeitmodell