04.10.2012 | Preisverleihung

Mercedes-Benz Bremen gewinnt Personalwirtschaftspreis 2012

Die Preisträger des 20. Deutschen Personalwirtschaftspreises 2012
Bild: Zukunft Personal 2012 / Fotostudio Franz Pfluegl

Mit einem Konzept für strategisches Ressourcenmanagement holte sich das Mercedes-Benz Werk Bremen den  20. Deutschen Personalwirtschaftspreis. Platz zwei belegte die Nassauische Sparkasse vor Otto Bock Health Care. Zudem wurde der Sonderpreis "Employability" der Selbst-GmbH verliehen.

Das Mercedes-Benz-Werk erhielt den Preis, den die Messe Zukunft Personal und das Fachmagazin Personalwirtschaft gemeinsam vergeben, für sein gelungenes Ressourcenmanagement. Um den Standort Bremen mit seinen 12.800 Mitarbeitern als Kompetenzzentrum aufzustellen, hat das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz gewählt: nicht Personalabbau war das Ziel, sondern Effizienzsteigerung, die dem demografischen Wandel ebenso Rechnung trägt wie dem technologischen Wandel. Mit dem IT-Tool Job-Fit ermittelte das Werk den Personalbedarf für die kommenden Jahre über 2016 hinaus – auch für Auszubildende und Mitarbeiter im Dual-Studium.
Ergänzend kommt der Prozess "Power 2015" hinzu: Die Personalabteilung sucht neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Mitarbeiter in Jobs, die zunehmend weniger benötigt werden – bereits 80 neue Beschäftigungsoptionen eröffneten die Personaler.

Platz 2: Nassauische Sparkasse (Naspa) Wiesbaden
Erstklassiger Service und hochwertige Beratung – das möchte die Naspa in Wiesbaden mit ihren 2.100 Mitarbeitern leisten. Aus diesem Grund hat sie die Schulung der Vertriebsmitarbeiter mit dem Lern- und Kommunikationsportal "Naspa Net Academy" intensiviert. Unabhängig von Bürozeiten und Standorten können sich die Beschäftigten damit eigenverantwortlich qualifizieren. Abgestimmt auf die jeweiligen Aufgaben können die Vertriebsmitarbeiter danach noch ein Präsenztraining mit drei verschiedenen Leveln besuchen. Das Konzept beinhaltet auch ein neues Verständnis der Führungskultur und Personalentwicklung als Auftrag für Vorgesetzte.
Platz 3: Otto Bock Health Care
Aktuellen Studien zufolge gibt es in Deutschland kaum ein Unternehmen, in dem Personaler wirklich nachhaltigen Einfluss auf die Entscheidungen der Geschäftsleitung haben – obwohl Geschäftsführer meist die Bedeutung ihrer Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg betonen. Aus diesem Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit haben die Personaler von Otto Bock die Konsequenz gezogen und eine HR-Impact-Analyse entwickelt – mit dem Ziel klare Abstimmungsprozesse zwischen den Bereichen und der Personalfunktion herbeizuführen.
Sonderpreis "Employability-Award: Für Unternehmertum im System Arbeit"

Auf der Abendveranstaltung wurde in diesem Jahr auch der Sonderpreis "Employability" der Selbst-GmbH verliehen. Der Preis prämiert Initiativen von Arbeitgebern, die sich um die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter bemühen. Gleich zwei Unternehmen durften aufs Gewinnertreppchen, da sie das Siegerkonzept gemeinsam entwickelt haben: MVV Energie und Rhein Energie.

Mit ihrem Projekt "Generation M" sollen Mitarbeiter in der Mitte des Lebens so gefördert werden, dass sie besser mit ihrem länger werdenden Berufsleben zurechtkommen. Dies beinhaltet neben einem Gesundheitscheck auch eine berufliche Standortbestimmung, Instrumente für körperliche Beweglichkeit, gesunde Ernährung und Förderung der kognitiven Fähigkeiten.

Schlagworte zum Thema:  Award, Employability

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