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Best Practices gegen Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Der Kongress zeigt Lösungen für die Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa auf.
Bild: GOODSHOOT

Was können Personalverantwortliche gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa tun? Auf dem Kongress "Zukunftsperspektiven statt Jugendarbeitslosigkeit" vom 23. bis 25. Juni 2014 in Saarbrücken sollen Lösungen, Konzepte und Tools für Unternehmen vorgestellt werden.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts "Europatriates", das dazu beitragen soll, die Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu verringern. Dafür wurde ein Sechs-Punkte-Konzept erstellt, das bei der Veranstaltung zusammen mit europäischen Best Practices erläutert wird. Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, hat für den Kongress die Schirmherrschaft übernommen.

Talentdiagnostik ist ein dominierendes Thema beim Kongress

Die Kongressthemen drehen sich um zwei zentrale Fragen:

  1. Was braucht die Jugend in Europa?
  2. Welche Erfahrungen aus der deutschen Arbeitsmarktreform sind heute übertragbar in Europa?

Sowohl Personalverantwortliche als auch Arbeitsmarktakteure und Politiker der europäischen Ebene werden an den drei Kongresstagen über Antworten und Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Besonders interessant für Personalfachleute sind die Vorträge und Workshops zu neuen Instrumenten der Talentdiagnostik und Beschäftigung. Der Kongress wird in mehreren europäischen Sprachen simultan übersetzt.

Wissenschaftler, Politiker und Personalexperten kommen zu Wort

Als Keynote-Sprecher am ersten Tag sind unter anderem László Andor, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und ihre französischen sowie italienischen Amtskollegen sowie Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, eingeladen. Sie werden die Situation in Europa analysieren.

Der zweite Tag steht am Vormittag unter dem Motto "Das Talent der Jugend ist die wichtigste Ressource Europas". Hier werden vor allem Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen Vorträge halten. Am Nachmittag wird ein Praxisbeispiel von Volkswagen und ein französisches Netzwerk für Talententwicklung für den Praxisbezug sorgen.

Der dritte Kongresstag widmet sich dann ganz den Lösungen für die Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Nach Vorträgen am Vormittag - unter anderem von Professor Peter Hartz - werden die erarbeiteten Konzepte am Nachmittag in Workshops vertieft.

Pilotprojekt für arbeitslose Jugendliche wird gestartet

Mit dem Kongress soll ein Pilotprogramm für arbeitslose Jugendliche in den Ländern, die sich dafür interessieren, gestartet werden. Die Jugendliche über 18 Jahren sollen eine berufliche und persönliche Entwicklungsperspektive in einem Partnerland erhalten: Sie können eine zwei- bis dreijährige Berufsausbildung oder ein Coaching zum Aufbau einer Selbständigkeit im Heimatland absolvieren als auch eine Vermittlung zum direkten Jobeinstieg bei Partnerunternehmen wahrnehmen. Dafür müssen sie einen Auswahlprozess durchlaufen und erhalten im Anschluss Sprach- und Integrationskurse zur Vorbereitung. Das Konzept der "Europatriates" beruht auf einem neuen Finanzierungsmodell.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Kongress sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.europatriates.eu.

Haufe Online Redaktion

Arbeitslosigkeit, Personaldiagnostik