21.07.2010 | Personalszene

Knigge im Beruf: Chef will virtueller "Freund" werden

Bietet der Chef oder Kollege einem im Online-Netzwerk die virtuelle Freundschaft an, ist das eine heikle Situation. So "verpacken" Sie eine Ablehnung des Angebots.

Lehnt man ab, fühlt sich der andere womöglich vor den Kopf gestoßen. Willigt man ein, bekommt der Chef oder Kollege Einblick in Privatsachen, die man eventuell lieber für sich behalten möchte. Bei so einem Freundschaftsangebot sollten Mitarbeiter daher nicht nur aus Höflichkeit "Ja" sagen, rät die Etikette-Trainerin Gabriele Krischel aus Niederkassel. Wer sich dabei unwohl fühlt, sollte lieber "Nein" sagen und dazu stehen.

Wortlos ignorieren Beschäftigte die Anfrage aber besser nicht. Das wirkt sonst sehr abweisend. Um das zu vermeiden, sollten sie ihr "Nein" begründen: "Man kann sich ja für das Angebot bedanken und sagen: 'Ich finde das sehr nett, aber ich möchte Privates und Berufliches lieber trennen.'", empfiehlt Krischel. Auch entschärfe es die Absage, wenn Beschäftigte dem Chef oder Kollegen ein Gegenangebot machen. "Sie können dem anderen zum Beispiel anbieten, einmal gemeinsam mittags essen zu gehen, um sich gegenseitig auszutauschen."

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