12.10.2011 | Personalszene

Knigge im Beruf: Beileidswünsche sind guter Stil

Wenn ein Mitarbeiter oder Geschäftspartner stirbt, gehören Beileidswünsche zum guten Ton. Dabei komme es darauf an, gleichzeitig Anteilnahme und eine Würdigung des Verstorbenen auszudrücken, erklärt die Etikette-Expertin Bettina Geißler aus Norderstedt.

"In die Beileidskarte gehört nur Positives. Aber es darf nicht pathetisch oder theatralisch klingen." Idealerweise schreibt sie ein Vertreter der Geschäftsleitung oder der Abteilungsleiter. Er kann, wenn es um einen Mitarbeiter geht, zum Beispiel darauf hinweisen, wie angenehm die Zusammenarbeit gewesen sei oder wie beliebt der Verstorbene bei den Kollegen war. Für die Angehörigen habe das durchaus etwas Tröstendes.

Die Beileidskarte sollte nur der Vorgesetzte unterschreiben - die übrigen Kollegen halten sich besser zurück. "Zu einer Beileidskarte passt es einfach nicht, wenn darauf zehn Unterschriften stehen", sagt Geißler. Der Chef kondoliert im Namen der anderen mit. Guter Stil ist es auch, wenn der Arbeitgeber eine Traueranzeige in der Zeitung aufgibt: „Das ist auch eine Form der Würdigung und eine Möglichkeit, Wertschätzung zu zeigen“.

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