08.06.2011 | Personalszene

Knigge im Beruf: Bei Feierlichkeiten den Sekt nicht demonstrativ ablehnen

Wenn es am Arbeitsplatz etwas zu feiern gibt, ist es völlig legitim, nicht mit Alkohol darauf anzustoßen. "Ich darf Alkoholisches immer ablehnen", sagt der Etikette-Experte Hans-Michael Klein aus Essen. "Aber ich muss dabei die Etikette wahren, und das heißt: den Ball flach halten."

Tabu sei zum Beispiel, lautstark gegen das Trinken von Alkohol zu polemisieren, wenn ein anderer einen Sekt ausgeben möchte. Erlaubt sei in diesem Fall auch eine Notlüge: "Ich könnte zum Beispiel sagen 'Entschuldigung, aber ich muss noch fahren'", erläutert der Vorsitzende der Deutschen Knigge Gesellschaft. "Ich darf den anderen jedenfalls nicht vor den Kopf stoßen."

Eine gute Lösung könne sein, am Glas nur zu nippen, aber es nicht auszutrinken. Es demonstrativ stehen zu lassen, birgt zumindest das Risiko, als Spaßverderber zu gelten und die Stimmung zu trüben. "Mit Wasser oder Fanta anzustoßen, kommt nicht in Betracht", warnt Klein. "Das gilt allgemein als stillos."

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