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Junge Menschen in Deutschland selten erwerbslos

Junge Menschen haben es auf dem deutschen Arbeitsmarkt leichter als die meisten ihrer Altersgenossen im brodelnden Europa. So waren im Juni hierzulande 430.000 Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren erwerbslos, geht aus einem aktuellen Bericht des Statistischen Bundesamts hervor.

Deutschland lag mit einem Prozentsatz von 9,1 Prozent nicht nur deutlich unter dem EU-Schnitt von 20,5 Prozent. Es war auch gemeinsam mit Luxemburg das einzige Land, in dem die Situation besser war als vor der Wirtschaftskrise 2008/2009. Im April 2008 hatte die Quote in Deutschland 10,7 Prozent betragen und in Europa 15,1 Prozent.

 

Jobaussichten in Holland und Österreich am besten

Bessere Aussichten auf Jobs als in Deutschland hatten lediglich junge Menschen in den Niederlanden (7,1 Prozent Erwerbslose) und in Österreich (8,2 Prozent). Nach den EU-weit erhobenen ILO-Vergleichszahlen waren die Chancen in den Euro-Krisenländern Spanien (45,7 Prozent Erwerbslose) und Griechenland (38,5 Prozent, Wert von März 2011) am schlechtesten. In diesen Ländern hat sich die Situation in Folge der Krise besonders dramatisch verschlechtert, es gab etliche Proteste der jungen Bürger. In dem aktuell von Unruhen erschütterten Großbritannien registrierten die Statistiker für den April 2011 eine Jugenderwerbslosenquote von 19,6 Prozent.

 

Befristete Arbeitsverhältnisse überwiegen

Dennoch ist die Situation junger Arbeitssuchender in Deutschland nicht ungetrübt. Sie sind häufiger erwerbslos als die Gesamtheit der Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 74 Jahren (Quote: 6,1 Prozent). Sie sind zudem wesentlich häufiger nur befristet angestellt. Nicht als erwerbslos gelten Auszubildende, Schüler und Studenten.

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