26.05.2011 | Personalszene

Jeder Dritte ist unzufrieden mit seinem Arbeitsplatz

Zwar hat Deutschland aktuell so wenig Arbeitslose wie seit 20 Jahren nicht mehr. Aber offenbar macht nicht jede Arbeitsstelle glücklich. Denn rund ein Drittel der Deutschen ist mit ihren Arbeitsbedingungen nicht zufrieden, zeigt eine Studie von Kelly Services.

Die größten Missstände werden bei den langen Arbeitszeiten (32 Prozent), gefolgt von der Belastung bedingt durch die Vielfalt der Jobanforderungen (17 Prozent) gesehen. Bei inzwischen 16 Prozent der Befragten liegt die Unzufriedenheit darin begründet, dass sie aufgrund des Arbeitsplatzes nicht zu Hause leben können. Ungewöhnliche Arbeitszeiten sowie ständige Geschäftsreisen tragen ebenfalls zu der Unzufriedenheit der deutschen Arbeitnehmer bei.

Ralf Heiden, Geschäftsführer von Kelly Services GmbH, findet die Zahlen beunruhigend: "Wer unzufrieden ist mit seinem Job, ist auch unmotivierter und bringt sich folglich weniger ein. Dadurch wird auch die Arbeitsleistung beeinträchtigt. Diejenigen, die sehr unzufrieden sind, haben innerlich vielleicht schon gekündigt."

Dass der Sprung von der inneren Kündigung bis zum tatsächlichen Kündigungswunsch nicht mehr ganz so groß ist, belegen weitere Zahlen der Studie. So kann sich rund die Hälfte der unzufriedenen Angestellten nicht vorstellen, noch länger als ein Jahr unter den Bedingungen zu arbeiten.

 

Über die Studie

Der Kelly Global Workforce Index ist eine internationale Studie, die Ansichten von Teilnehmern im Arbeitsmarkt zu Arbeit und Arbeitsplatz untersucht. Die Auswertung der Ergebnisse werden themenbezogen in Europa, Nordamerika und im Asien-Pazifik-Raum quartalsweise publiziert.

Für den aktuellen Global Workforce Index wurden 97.000 Personen in 30 Ländern befragt, davon rund 2200 aus Deutschland. Die Umfrage wurde zwischen Oktober 2010 und Januar 2011 durchgeführt.

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