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| Veranstaltungen 2015

HR Tech: Big Data als Schlüssel zu mehr Businessrelevanz

Die HR-Konferenz HR Tech lockte zahlreiche internationale Besucher in den Palais des Congrès in Paris.
Bild: Dan Taylor, Heisenbergmedia.com

Big Data und Business Analytics: Dies waren die beiden Schwerpunktthemen der diesjährigen HR Tech in Paris. Bei den Diskussionen und Vorträgen auf der internationalen HR-Konferenz verknüpften sich diese Themen durchgängig mit der Frage, wie HR künftig mehr Businessrelevanz erlangen kann.

Wie lässt sich eine Vielzahl von Daten auswerten, nutzen, kombinieren und in die HR-Prozesse einweben – um etwa Kosten zu sparen, sich aufs Wesentliche zu fokussieren, die besten Bewerber zu finden? Das waren die Fragen, mit denen sich die Veranstalter und Besucher der internationalen HR-Konferenz HR Tech, die vom 27. bis 28. Oktober im Palais des Congrès in Paris stattfand, auseinandersetzten.

Zusammenarbeit fördern, Innovationen ermöglichen

Sowohl in den Vorträgen als auch bei den Ausstellern spielte Big Data die Hauptrolle. Die Thematik war gleichzeitig immer mit der Diskussion verbunden, wie HR mehr Relevanz fürs Business erhalten kann.

Einen möglichen Weg zu mehr Businessrelevanz stellte Yves Morieux vom Beratungsunternehmen BCG in seiner Eröffnungs-Keynote vor. Zum Einstieg beklagte er, dass die Produktivität in Unternehmen seit Jahrzehnten zurückgehe. Als Grund dafür machte der Berater fehlende Innovationen und insbesondere das fehlende Zusammenspiel zwischen IT-Innovationen und organisationalen Innovationen fest.

Ein Lösungsansatz, der genau im Kernbereich der HR-Arbeit liegt, kann Morieux zufolge eine gute Zusammenarbeit sein: "Cooperation beats individual talent", so Morieux – Zusammenarbeit geht über individuelles Talent.

Übergang von On-Premise zu Cloud treibt HR um

Doch nicht nur die großen strategischen Zusammenhänge, auch die praktische operative Umsetzung von Big-Data-Disziplinen in den Unternehmensalltag scheint die Personalerwelt umzutreiben. So waren etwa die Praxisvorträge, bei denen Unternehmen von ihren Erfahrungen, Problemen und Learnings beim Übergang von On-premise- hin zu Cloud-Lösungen berichteten, gut besucht – und es war deutlich zu spüren, dass das Thema "Cloud" bei immer mehr Unternehmen angekommen ist.

Daneben bot das Programm eine Reihe interessanter Vorträge zum Thema "People Analytics und Big Data" mit konkreten Beispielen und Fallstudien.

Trend: Tools zum Erhöhen des Mitarbeiter-Engagements

Bei den Angeboten der Aussteller zeigten sich einige weitere Trends: So scheinen etwa innovative Tools und Methoden im Kommen zu sein, die das Engagement von Mitarbeitern erhöhen sollen.

Ebenfalls ein sichtbarer Trend auf der HR Tech war Video-Recruiting – wenn die sieben Anbieter vor Ort, darunter der deutsche Anbieter Viasto, auf der internationalen Konferenz auch noch eher eine Nische besetzten. Im Zuge von Globalisierung und Flexibilisierung der Arbeit – per Home Office et cetera – stoßen solche Lösungen offenbar auf immer größeres Interesse.

HR nimmt Möglichkeit zum internationalen Austausch an

Die HR Tech zeigte einmal mehr, dass es sich für deutsche HR-Vertreter lohnt, bei internationalen Konferenzen über den Tellerrand zu blicken: Viele Märkte sind Deutschland auch in HR weit voraus, und die Lücke scheint eher zu wachsen als kleiner zu werden – zumal auch der Wettbewerb um Talente immer internationaler wird.

Von Unternehmensseite wurde das Angebot zum Wissensaustausch gut angenommen: Der Großteil – wenn nicht gar alle – Dax-30-Unternehmen waren ebenso dabei wie viele weitere größere Unternehmen. Insgesamt kamen schätzungsweise 20 bis 25 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland, darunter viele HR-Entscheider.

Unter den Anbietern ergab sich hingegen ein anderes Bild: Die meisten großen Anbieter mit Sitz in Deutschland waren zu Hause geblieben – und das, obwohl die HR Tech für viele deutsche Unternehmen eine hohe Relevanz zu haben scheint.

Haufe Online Redaktion

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